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Hormel-Aktie statt US-Staatsanleihen: Dividenden-King für passives Einkommen

Trotz attraktiver Anleiherenditen setzt The Motley Fool auf den Lebensmittelkonzern Hormel.

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Hormel-Aktie statt US-Staatsanleihen: Dividenden-King für passives Einkommen

Selbst bei aktuell attraktiven Renditen von rund 4,3 Prozent bei zehnjährigen US-Staatsanleihen gibt es gute Gründe, stattdessen auf Dividendenaktien zu setzen. Der Finanzdienst The Motley Fool empfiehlt Anlegern mit Fokus auf passives Einkommen einen Blick auf den Lebensmittelkonzern Hormel Foods – und das aus mehreren Gründen.

US-Staatsanleihen gelten als sichere Anlage, da sie durch die US-Regierung abgesichert sind. Eine Rendite von rund 4,3 Prozent, wie sie aktuell bei der zehnjährigen Treasury-Anleihe zu finden ist, wirkt auf den ersten Blick verlockend. Doch für langfristig orientierte Anleger haben Anleihen einen entscheidenden Nachteil: die Inflation.

Das Problem mit Anleihen

Eine Anleihe ist im Kern ein Darlehen, bei dem der Anleger Kapital bereitstellt und dafür Zinsen erhält. Der Haken: Bei Fälligkeit bekommt der Anleger lediglich den Nominalbetrag zurück. Die Inflation mindert den Wert dieses Geldes – und je länger die Laufzeit, desto stärker fällt dieser Effekt aus. Gleichzeitig sind die Zinszahlungen festgelegt, sodass auch sie mit der Zeit an Kaufkraft verlieren. Anleihen mögen zur Diversifikation eines Portfolios beitragen, bergen aber eigene Risiken.

Aus diesem Grund bevorzugt The Motley Fool derzeit Anteile am Lebensmittelhersteller Hormel gegenüber einer zehnjährigen US-Staatsanleihe. Zwar geht der Anleger damit ein höheres kurzfristiges Risiko ein, doch er hat die Chance, langfristig vom Unternehmenswachstum zu profitieren. Hormel bietet aktuell eine Dividendenrendite von rund 3,4 Prozent – weniger als die aktuelle Anleiherendite, aber mit Wachstumspotenzial.

Allerdings schwächelt das Geschäft von Hormel derzeit, und das Management arbeitet an einer Trendwende. Genau deshalb ist die Dividendenrendite des Unternehmens derzeit vergleichsweise hoch.

Hormel: Starke Basis und beeindruckende Historie

Die Analysten von Motley Fool sehen in der aktuellen Rendite von Hormel eine angemessene Entschädigung für das eingegangene Risiko. Während das Unternehmen sein Geschäftsmodell umstrukturiert, kann es auf eine beeindruckende Historie verweisen: Hormel ist ein sogenannter Dividend King – ein Unternehmen, das seit über 50 Jahren in Folge seine Dividende gesteigert hat. Das Unternehmen hat bereits schwierige Zeiten überstanden.

Was die Sicherheit der Dividende betrifft, weist Hormel eine moderate Verschuldung auf. Die Zinsdeckungsquote liegt beim Elffachen – das operative Ergebnis reicht also elfmal aus, um die Zinszahlungen zu bedienen. Trotz aktuell gedrückter Gewinne operiert das Unternehmen aus einer Position finanzieller Stärke.

Ein weiteres, besonderes Merkmal kommt hinzu: Die Hormel Foundation kontrolliert rund 49 Prozent der Hormel-Aktien. Die Stiftung nutzt die Dividenden, die sie von Hormel erhält, um ihre philanthropischen Aktivitäten zu finanzieren. Es gibt also einen sehr großen Aktionär, der ein starkes Interesse daran hat, dass Hormel ein finanziell umsichtiges Unternehmen bleibt und seine Dividende weiterhin unterstützen und langsam steigern kann.

Langfristiger Horizont statt kurzfristiger Bärenmarkt-Ängste

Langfristig erwarten die Analysten, dass das Wachstum von Hormel wieder anzieht. Anleger können während der Wartezeit die hohe Dividendenrendite einstreichen, die als zuverlässig eingeschätzt wird. Der entscheidende Punkt: Der Anlagehorizont sollte nicht in Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren, sondern in Jahrzehnten gedacht werden.

Bis zur Fälligkeit einer zehnjährigen Treasury-Anleihe, so die Einschätzung, werde der Aktienkurs von Hormel höher und die Dividende größer sein als heute. Bei einer Anleihe hingegen sei der Anleger festgelegt – und sowohl der Nominalbetrag als auch die Zinszahlungen werden in einem Jahrzehnt aufgrund der Inflation weniger wert sein.

Für deutsche Anleger, die auf der Suche nach verlässlichen Dividendenquellen sind, bietet Hormel damit eine interessante Alternative zu festverzinslichen Wertpapieren – auch wenn die aktuelle Geschäftsentwicklung noch zu wünschen übrig lässt.

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