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Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen

Schwedischer Autobauer senkt Erwartungen für EX60-Produktion und Batteriefabrik.

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Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen

Volvo Cars hat am Donnerstag im Rahmen einer Strategieaktualisierung in Stockholm eingeräumt, dass das ursprüngliche Produktionsziel für das neue Modell EX60 nur schwer zu erreichen sein wird. Das Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, bis Ende dieses Jahres 40.000 Einheiten des vollelektrischen SUV zu produzieren. CEO Hakan Samuelsson erklärte, dass der Produktionsaufbau etwas schwieriger verlaufe als ursprünglich erwartet.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte Automobilbranche mit Herausforderungen bei der Elektromobilität kämpft. Volvo Cars, das zur chinesischen Geely-Gruppe gehört, hatte sich ehrgeizige Ziele für die Elektrifizierung seiner Modellpalette gesetzt. Der EX60 ist ein zentrales Modell in dieser Strategie.

Herausforderungen bei der Batterieproduktion

Neben den Produktionsschwierigkeiten beim EX60 äußerte sich Samuelsson auch zu den Plänen des Unternehmens im Bereich der Batteriefertigung. Es werde zunehmend unwahrscheinlicher, dass eine Batteriefabrik kurzfristig realisiert werden könne, so der CEO. Volvo Cars strebe weiterhin an, einen gewissen Grad an Kontrolle über die Batterieproduktion zu behalten, doch dieses Ziel werde möglicherweise länger dauern als noch vor einem Jahr angenommen.

Die Verzögerungen bei der Batterieproduktion sind ein weiteres Zeichen für die komplexe Lage in der Automobilindustrie. Viele Hersteller investieren massiv in eigene Batteriekapazitäten, um sich von Zulieferern unabhängiger zu machen und die Wertschöpfungskette besser kontrollieren zu können. Volvo Cars scheint hier jedoch auf Hindernisse zu stoßen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung bei Volvo Cars von Bedeutung, da der schwedische Hersteller eng mit dem deutschen Markt verbunden ist. Volvo-Fahrzeuge erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit, insbesondere im Premium-Segment. Sollte Volvo seine Produktionsziele nicht erreichen können, könnte dies auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Fahrzeugen auf dem deutschen Markt haben.

Die Aktie von Volvo Cars reagierte auf die Ankündigungen. Der schwedische Autobauer war im Jahr 2021 an die Börse gegangen und wird seitdem von Anlegern genau beobachtet. Die Elektrostrategie des Unternehmens gilt als einer der wichtigsten Bewertungstreiber für die Aktie.

Volvo Cars steht mit seinen Herausforderungen nicht allein da. Zahlreiche Automobilhersteller kämpfen mit Lieferkettenproblemen, steigenden Rohstoffkosten und technologischen Hürden bei der Umstellung auf Elektromobilität. Die Ankündigungen von Volvo Cars zeigen, dass selbst etablierte Hersteller mit den ambitionierten Zeitplänen für die Elektro-Transformation zu kämpfen haben.

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