Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
Chinas Jugendarbeitslosigkeit klettert auf 18,9% – höchster Stand seit August 2025.

Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen in China ist im August auf 18,9 Prozent gestiegen. Wie das Staatliche Amt für Statistik am Donnerstag mitteilte, erreichte die Quote damit den höchsten Stand seit August 2025. Im Juli hatte der Wert noch bei 17,9 Prozent gelegen.
Betroffen sind Jugendliche im Alter von 16 bis 24 Jahren. Studierende dieser Altersgruppe werden in der Statistik nicht berücksichtigt. Der Anstieg um einen vollen Prozentpunkt innerhalb eines Monats verdeutlicht den anhaltenden Druck auf dem chinesischen Arbeitsmarkt.
Auch ältere Altersgruppen betroffen
Nicht nur die Jüngsten haben mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Quote für die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen stieg im August auf 7,5 Prozent, nach 7,2 Prozent im Vormonat. Damit setzt sich auch hier ein leichter Aufwärtstrend fort.
Die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen zeigte sich dagegen stabil. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,9 Prozent und entsprach damit dem Niveau vom Juli. Dies deutet darauf hin, dass die Probleme auf dem Arbeitsmarkt vor allem jüngere Erwerbstätige betreffen.
Datenbasis und Methodik
Die veröffentlichten Zahlen basieren auf einer Umfrage unter der urbanen Erwerbsbevölkerung Chinas. Sie geben einen Überblick über die Erwerbslosigkeit in verschiedenen Alterssegmenten. Der Ausschluss von Studierenden aus der Jugendarbeitslosenstatistik ist eine gängige Praxis, um die tatsächliche Situation der arbeitsmarktaktiven Jugendlichen abzubilden.
Für die chinesische Wirtschaft sind die steigenden Arbeitslosenzahlen bei jungen Menschen ein Warnsignal. Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit kann langfristige soziale und wirtschaftliche Folgen haben, darunter geringere Konsumausgaben und eine schwächere Binnennachfrage. Die chinesische Regierung steht daher unter Druck, Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes zu ergreifen.
Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen wird von Analysten und Investoren genau beobachtet, da sie Aufschluss über die konjunkturelle Verfassung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gibt. Ein anhaltender Anstieg der Arbeitslosigkeit könnte die wirtschaftliche Erholung Chinas belasten.
