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Assistentin veruntreut 10 Millionen Dollar von Salomon-Brothers-Banker

Eine New Yorkerin bekannte sich schuldig, ihren betagten Arbeitgebern über sieben Jahre hinweg zehn Millionen Dollar gestohlen zu haben.

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Assistentin veruntreut 10 Millionen Dollar von Salomon-Brothers-Banker

Eine 62-jährige persönliche Assistentin aus New York hat sich des Überweisungsbetrugs schuldig bekannt. Catalina Corona entwendete ihren betagten Arbeitgebern insgesamt 10 Millionen US-Dollar – darunter dem pensionierten Investmentbanker Richard Schmeelk, einem ehemaligen Partner der renommierten Wall-Street-Bank Salomon Brothers, und dessen Ehefrau Priscilla. Der Betrug erstreckte sich über einen Zeitraum von 2017 bis 2024.

Corona nutzte gefälschte Schecks und gab sich als ihre Arbeitgeber aus, um Zugang zu deren Bankkonten zu erlangen. Sie stellte laut Gerichtsakten hunderte Schecks auf Barzahlung oder auf ihren eigenen Namen aus und überwies zudem Gelder direkt von den Konten der Opfer auf ihre eigenen. Das gestohlene Geld verwendete sie unter anderem für Luxuseinkäufe bei Gucci, Cartier und Louis Vuitton sowie zur Begleichung ihrer Kreditkartenschulden.

Betrug ging nach dem Tod des Opfers weiter

Richard Schmeelk verstarb im Mai 2022 im Alter von 97 Jahren. Doch Corona ließ sich davon nicht aufhalten: Laut Gerichtsakten plünderte sie nach seinem Tod weiterhin die Konten seiner Witwe Priscilla. Der Veteran des Zweiten Weltkriegs hatte 40 Jahre lang bei Salomon Brothers gearbeitet und gehörte dem Exekutivkomitee der Bank an. Nach seinem Ausscheiden aus der Investmentbank war er Mitbegründer von CAI Managers, einer Merchant-Banking-Firma.

Aufgeflogen ist der Betrug erst im April 2024, als ein Bankvertreter Priscilla Schmeelk wegen eines verdächtigen Schecks über lediglich 1.500 US-Dollar kontaktierte. Dieser vergleichsweise kleine Betrag führte schließlich zur Aufdeckung eines jahrelangen, millionenschweren Betrugssystems.

Aus der Strafanzeige geht hervor, wie Corona das gestohlene Geld im Einzelnen verwendete:

  • Mehr als 1 Million US-Dollar bei Louis Vuitton
  • Jeweils Hunderttausende Dollar bei Cartier und Gucci
  • 305.000 US-Dollar für Apple-Produkte
  • Weitere Beträge zur Begleichung von Kreditkartenschulden

Nicht das erste Mal: Schmeelk war bereits früher Betrugsopfer

Bemerkenswert ist, dass Richard Schmeelk bereits zuvor Opfer eines ähnlichen Betrugs geworden war. Seine damalige Chefsekretärin Bebe Fazia Laljie wurde 1998 vor einem Bundesgericht in Manhattan in zahlreichen Fällen von Post- und Bankbetrug verurteilt. Sie hatte Schecks, die Schmeelk zur Begleichung seiner eigenen Ausgaben unterzeichnet hatte, für ihre persönlichen Zwecke abgezweigt. Den Vorsitz in jenem Verfahren führte die heutige Richterin am Obersten Gerichtshof der USA, Sonia Sotomayor, die die Sekretärin zu 46 Monaten Gefängnis und einer Entschädigungszahlung von 505.532 US-Dollar verurteilte.

Im aktuellen Fall droht Catalina Corona eine Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis, wie die Staatsanwaltschaft von Brooklyn mitteilte. Die Schmeelks wurden während der Anhörung zum Schuldbekenntnis am Mittwoch von einem Staatsanwalt offiziell als Coronas Opfer identifiziert.

Betrug an Senioren: Ein wachsendes Problem in den USA

Der Fall reiht sich in ein besorgniserregendes gesellschaftliches Phänomen ein. Das FBI verzeichnete für das Jahr 2024 Verluste von fast 5 Milliarden US-Dollar durch Betrug an älteren Menschen – basierend auf mehr als 147.000 eingegangenen Beschwerden. Die Behörde weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Opfer und Verluste noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Betroffene den Betrug entweder nicht melden oder gar nicht bemerken, dass sie bestohlen wurden.

Der Fall Corona zeigt exemplarisch, wie gefährdet ältere und wohlhabende Menschen sein können, wenn sie persönlichen Assistenten weitreichenden Zugang zu ihren Finanzen gewähren. Für deutsche Anleger und Privatpersonen ist dies eine Mahnung, Kontovollmachten und Zugriffsrechte regelmäßig zu überprüfen – unabhängig davon, wie vertrauenswürdig eine Person erscheinen mag.

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