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SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?

Eine 5.000-Dollar-Investition in SpaceX: Realistischer Weg zum Millionär oder Wunschdenken?

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SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?

Kann eine kleine Investition in SpaceX einen Anleger zum Millionär machen? Diese Frage stellt sich derzeit so mancher Privatanleger, der auf den Zug des Raumfahrt- und KI-Unternehmens aufspringen möchte. Die kurze Antwort: Eine Investition von 5.000 US-Dollar wird aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um den Status des Millionärs zu erreichen. Dafür müsste der Aktienkurs um das 200-Fache steigen, was die Bewertung des Unternehmens auf rund 400 Billionen US-Dollar treiben würde. Zum Vergleich: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in diesem Jahr auf etwa 126 Billionen US-Dollar geschätzt. Die schiere Dimension dieser Zahlen macht deutlich, dass ein solches Szenario extrem unwahrscheinlich ist.

Spacex hatte zum Zeitpunkt seines Börsengangs im vergangenen Juni seinen adressierbaren Gesamtmarkt (Total Addressable Market, TAM) mit 28,5 Billionen US-Dollar beziffert. Der TAM gibt an, wie viel Umsatz ein Unternehmen generieren könnte, wenn es sämtliche verfügbaren Marktchancen für sich allein nutzen würde. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 26,5 Milliarden US-Dollar auf den Bereich künstliche Intelligenz (KI), davon wiederum 22,7 Milliarden US-Dollar auf KI-Enterprise-Anwendungen. Dazu zählen KI-Anwendungen, -Agenten und -Software, die Produktivität steigern, Arbeitsabläufe automatisieren und die operative Effizienz erhöhen sollen. Diese Zahl basiert auf einer Schätzung der Digital Cooperation Organization für die gesamte digitale Wirtschaft im Jahr 2026, wobei China und Russland ausgenommen sind.

Die aktuellen Geschäftsfelder von SpaceX

Ein Problem an dieser ambitionierten TAM-Berechnung ist jedoch, dass der KI-Enterprise-Bereich derzeit kein großes Geschäftsfeld für SpaceX darstellt und auch nicht aktiv vorangetrieben wird. Stattdessen hat sich das Unternehmen im KI-Segment bislang hauptsächlich auf die Vermietung von Rechenleistung und KI-Infrastruktur konzentriert. Mit diesem Geschäft verzeichnet SpaceX nach eigenen Angaben hervorragende Renditen: Die Investitionen amortisieren sich innerhalb von weniger als einem Jahr. Das schneidet deutlich besser ab als die von Amazon genannten zwei bis drei Jahre sowie die von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet gemeldeten zwei Jahre. Selbst Alphabets eigene Chips erreichen eine Amortisationszeit von rund einem Jahr.

Der Grund für SpaceX' überlegene wirtschaftliche Ergebnisse trotz der Nutzung teurer Nvidia-Chips und ohne eigene Halbleiterentwicklung liegt in seiner aktuellen Marktposition. Das Unternehmen fungiert derzeit größtenteils als Überbrückungsanbieter. Die Kapazitäten für Rechenleistung sind so stark eingeschränkt, dass SpaceX Überlaufaufträge von Cloud-Anbietern wie Alphabet zu enormen Aufschlägen erhalten konnte. Dieses Geschäftsfeld ist derzeit das am schnellsten wachsende des Unternehmens und dürfte dazu führen, dass SpaceX jährliche wiederkehrende Einnahmen (Annual Recurring Revenue, ARR) in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar erzielt. Allerdings handelt es sich hierbei um vorübergehende Surge-Effekte, die nicht von Dauer sein werden. Die Anleger bewerten SpaceX bislang nicht als Neo-Cloud-Unternehmen mit einer Bewertung von 2 Billionen US-Dollar.

Das Starlink-Geschäft, das Satelliteninternet bereitstellt, gilt als das profitabelste Geschäftsfeld von SpaceX und wächst rasch. Es handelt sich um ein attraktives Abo-Geschäft mit wiederkehrenden Einnahmen. Das Unternehmen hat bereits angedeutet, langfristig mit Mobilfunkanbietern konkurrieren zu wollen. Dafür wäre jedoch wahrscheinlich ein großer Ausbau der terrestrischen Infrastruktur oder die Übernahme eines Mobilfunkanbieters erforderlich. Auch hier ordnen die Anleger SpaceX nicht die Bewertung eines zukünftigen Mobilfunkanbieters zu – eine Gruppe, die typischerweise sehr niedrige Bewertungsmultiplikatoren aufweist.

Was für den langfristigen Erfolg nötig ist

Damit die SpaceX-Aktie langfristig erfolgreich sein kann, müssen einige der großen Zukunftswetten des Unternehmens aufgehen. Dies beginnt mit Starship und der Fähigkeit, sowohl den Super-Heavy-Booster als auch die Oberstufe der Rakete für eine schnelle Wiederverwendung zurückzugewinnen. Dies würde die Wirtschaftlichkeit von Weltraumstarts grundlegend verändern und die Tür für ambitionierte Vorhaben öffnen – darunter der Betrieb von Rechenzentren im Weltraum sowie punkt-zu-punkt-Reisen.

Der Aufbau eines Netzwerks von Rechenzentren im Weltraum ist eines der größten Ziele von SpaceX. Ein Problem terrestrischer KI-Rechenzentren besteht darin, dass sie enorme Mengen an Energie verbrauchen. Rechenzentren im Weltraum könnten hingegen dank nahezu endloser Sonneneinstrahlung solarbetrieben werden. Obwohl noch weitere technologische Hürden zu überwinden sind, könnte die Realisierung dieses Vorhabens im großen Maßstab nicht nur die aktuelle Bewertung von SpaceX rechtfertigen, sondern auch zu deutlichen Kurssteigerungen führen.

Fazit: Eine Verzwanzigfünfzigfachung des Aktienkurses, also ein 200-facher Anstieg, ist äußerst unwahrscheinlich. Langfristig solide Gewinne sind für Anleger dennoch möglich – auch wenn der Weg zum Millionär mit einer kleinen Anfangsinvestition von 5.000 US-Dollar in absehbarer Zeit nicht realistisch erscheint.

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