Wall-Street-Strategen: Aktienrallye trotzt Zinserhöhungen der Fed
Wall-Street-Strategen sehen Aktienrallye trotz weiterer Fed-Zinserhöhungen als intakt an.

Die Wall Street zeigt sich ungebrochen optimistisch. Führende Strategen großer Investmentbanken erneuern ihre bullischen Aktienprognosen und sehen die laufende Rallye auch durch weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed nicht gefährdet. Grundlage des Optimismus ist das stärkere Wirtschaftswachstum, das den Markt in die Lage versetzt, einen Anstieg der Zinsen zu verkraften.
Prognoseexperten von Banken wie Morgan Stanley, JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs Group Inc. gehen davon aus, dass etwaige Rückgänge, die durch erwartete Verschärfungen der Geldpolitik der Federal Reserve verursacht werden, wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein werden. Die gesunden Unternehmensgewinne dienen dabei als wichtiges Fundament für die positive Markteinschätzung.
Wirtschaftswachstum als Stabilitätsanker
Die Zuversicht der Strategen speist sich aus der Kombination von robuster Konjunktur und soliden Gewinnzahlen. Während die Fed angesichts der anhaltenden Inflation weiterhin an der Zinsschraube drehen dürfte, sehen die Marktexperten darin keinen nachhaltigen Belastungsfaktor für Aktien. Die Einschätzung: Die US-Wirtschaft ist stark genug, um höhere Zinsen zu verdauen, ohne dass dies zu einer längerfristigen Korrektur an den Börsen führt.
Diese Haltung markiert eine klare Abkehr von früheren Phasen, in denen Zinserhöhungen regelmäßig zu deutlichen Kursverlusten führten. Die Strategen von Morgan Stanley, JPMorgan und Goldman Sachs signalisieren damit, dass sich das makroökonomische Umfeld grundlegend gewandelt hat. Ein stärkeres Wachstum kompensiert die negativen Effekte steigender Finanzierungskosten für Unternehmen.
Kurze Rücksetzer, keine Trendwende
Sollte es dennoch zu temporären Kursverlusten kommen, bewerten die Experten dies als normale Marktbewegung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends. Die gesunden Unternehmensbilanzen und die weiterhin positive Gewinndynamik sprechen aus ihrer Sicht gegen eine nachhaltige Abwärtsbewegung. Anleger könnten Rücksetzer daher als Einstiegsgelegenheit nutzen.
Die Haltung der Wall-Street-Strategen ist bemerkenswert einheitlich. Sowohl Morgan Stanley als auch JPMorgan und Goldman Sachs vertreten die Auffassung, dass die Aktienrallye die Zinserhöhungen der Fed überstehen wird. Dieses Signal dürfte auch bei deutschen und europäischen Anlegern Beachtung finden, da die Entwicklung an der Wall Street maßgeblichen Einfluss auf die globalen Aktienmärkte hat.
Für Anleger bedeutet dies: Die Experten der führenden Investmentbanken rechnen nicht mit einer Trendwende an den Börsen, selbst wenn die Fed die Zinsen weiter anhebt. Entscheidend bleibt die Entwicklung der Unternehmensgewinne, die bislang als robust eingestuft wird.
