So schützen Studierende Laptop, Handy und Fahrrad vor Diebstahl
Aviva warnt: Laptops, Handys und Fahrräder sind Top-Ziele für Diebe an Unis

Laptops, Smartphones und Fahrräder sind die begehrtesten Ziele von Dieben an Universitäten. Das berichtet der britische Versicherer Aviva auf Basis seiner Schadensdaten. Studierende sollten daher nicht nur auf ihre Wertsachen achten, sondern auch ihre Versicherungssituation genau prüfen.
Die Gegenstände werden vor allem aus Wohnheimen, Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Bars und Restaurants gestohlen. Die Mehrheit der Versicherungsansprüche von Studierenden entfällt auf Diebstähle, noch vor Schäden durch Unfälle, so Aviva. Der Versicherer wollte allerdings nicht mitteilen, welcher Anteil der gemeldeten Schäden tatsächlich zu Auszahlungen führte.
Die richtige Vorsorge gegen Diebstahl
„Laptops, Computer und Mobiltelefone spielen eine zentrale Rolle im Studentenleben, können aber aufgrund ihres Werts und ihrer Tragbarkeit auch attraktive Ziele für opportunistische Diebe sein“, sagte Steven Jackson, Produktmanager für Privathaushalte bei Aviva. Seine Ratschläge sind pragmatisch: Teure und sentimentale Gegenstände sollten am besten gar nicht erst mit an die Uni genommen werden. Wertsachen gehören abgeschlossen und außerhalb des Sichtfelds aufbewahrt, wenn man unterwegs ist.
Besonders wichtig ist die Wachsamkeit im Alltag. Jackson rät Studierenden, sich kritisch zu fragen, ob es wirklich nötig ist, die Tasche oder den Laptop unbeaufsichtigt liegen zu lassen – etwa um einen Café-Tisch oder einen Platz in der Bibliothek zu reservieren. Opportunistische Diebe nutzen solche Gelegenheiten oft sekundenschnell.
Versicherungsschutz: Was Studierende beachten müssen
Ob sich eine Versicherung für die Gegenstände während des Studiums lohnt, bleibt eine individuelle Entscheidung. Während eine Kfz-Versicherung in Großbritannien gesetzlich vorgeschrieben ist, wie die Association of British Insurers (ABI) betont, können Studierende selbst entscheiden, ob sie Fahrrad oder andere Wertsachen versichern möchten.
Die ABI rät als ersten Schritt zu prüfen, ob bereits ein Versicherungsschutz besteht. Manche Studentenwohnheime enthalten Versicherungen in der Miete, oder die Hausratversicherung der Eltern könnte auf das Kind am Studienort erstreckt werden. Ist das nicht der Fall, empfiehlt sich der Abschluss einer eigenen Hausratversicherung.
„Diese Art von Policen deckt die Kosten für den Ersatz oder die Reparatur Ihrer Besitztümer ab, wenn sie beschädigt, zerstört oder gestohlen werden – was Ihnen die Gewissheit gibt, geschützt zu sein, falls etwas schiefgeht“, so die ABI.
Fallstricke bei der Absicherung
Studierende sollten genau prüfen, wie hoch die Deckungssumme ist und ob sie ausreicht, um alle Gegenstände zu ersetzen. Besonders wichtig ist der maximale Wert, der für einen einzelnen Gegenstand erstattet wird. Die ABI empfiehlt, ein vollständiges Inventar aller Besitztümer zu erstellen – inklusive Kleidung, Elektronik und Möbeln – und die Wiederbeschaffungskosten für jeden einzelnen Posten zu addieren.
Für hochwertige Fahrräder oder Gegenstände, die man regelmäßig außerhalb der Unterkunft mit sich führt, kann eine Zusatzversicherung nötig sein. Auch Autofahrer müssen besondere Vorsicht walten lassen: Der Versicherer muss wissen, wo das Fahrzeug abgestellt wird. Handelt es sich um das Auto der Eltern und ist der Studierende nun der Hauptfahrer, muss dies dem Versicherer gemeldet werden. Die ABI weist ausdrücklich darauf hin, dass es illegal ist, dies zu unterlassen.
Für deutsche Studierende gelten ähnliche Grundsätze: Auch hier lohnt ein Blick in die elterliche Hausratversicherung, die oft Kinder in Ausbildung mit einschließt. Wer in einer WG oder einem Studentenwohnheim lebt, sollte die Versicherungsbedingungen genau prüfen – insbesondere die Deckung für Fahrräder und Elektronikgeräte außerhalb der eigenen vier Wände.
