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Versicherungsgesetz für Cannabis-Unternehmen im US-Kongress eingebracht

Bipartisan-Gesetzentwurf schützt Versicherer vor Strafen bei Deckung von Marihuana-Firmen

3 Min
Versicherungsgesetz für Cannabis-Unternehmen im US-Kongress eingebracht

Die US-Abgeordneten Nydia Velázquez (D-NY) und Warren Davidson (R-OH) haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der Versicherungsunternehmen davor schützen soll, für die Deckung von Marihuana-Unternehmen bestraft zu werden. Der Vorstoß ist Teil einer Reihe von Entwicklungen auf Bundes- und Bundesstaatsebene, die die zunehmende Dynamik in der Cannabis-Politik in den Vereinigten Staaten widerspiegeln.

Der Gesetzentwurf adressiert ein zentrales Problem für die legale Cannabis-Industrie: Der fehlende Zugang zu Versicherungs- und Finanzdienstleistungen erschwert vielen Unternehmen den Betrieb. Während Marihuana in zahlreichen US-Bundesstaaten legalisiert wurde, bleibt es auf Bundesebene illegal, was zu erheblichen rechtlichen Unsicherheiten für Dienstleister führt.

Unterstützung von Veteranen und neue Forschungserkenntnisse

Die American Legion, die mehr als 1,2 Millionen Mitglieder aus dem militärischen Veteranenbereich vertritt, hat ihre Unterstützung für einen weiteren Kongressgesetzentwurf erklärt. Dieser zielt darauf ab, die Forschung zum therapeutischen Potenzial von Psychedelika zu fördern. Vorgesehen ist die Schaffung eines neuen Büros mit Fokus auf dieses Thema im Veterans Affairs Department.

In einer neuen Analyse von fast 18.000 Reddit-Beiträgen zeigte der Datenwissenschaftler und Public-Health-Forscher Sunehera Hasib auf, dass „die Minor-Cannabinoide, die auf dem Mainstream-Markt weit weniger Aufmerksamkeit erhalten, oft dieselben Verbindungen sind, die Patienten wiederholt als hilfreich beschreiben.“ Die Erkenntnisse unterstreichen das wachsende Interesse an weniger bekannten Cannabinoiden jenseits von THC und CBD.

Umfrage zeigt breite Unterstützung in North Carolina

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Erwachsene in North Carolina die Legalisierung von Marihuana sowohl zu Freizeit- als auch zu medizinischen Zwecken unterstützen. Eine Mehrheit der Befragten spricht sich zudem dafür aus, dass Hanf-THC-Seltzer und Gummibärchen legal bleiben sollen – allerdings mit neuen Altersgrenzen. Dies deutet auf einen Trend hin zu regulierten Märkten mit klaren Konsumregeln hin.

Bundespolitische Entwicklungen

Präsident Donald Trump hat die jährliche Liste wichtiger Drogen-Durchgangsländer oder Länder mit erheblicher illegaler Drogenproduktion erstellt. Das Büro für nationale Drogenkontrollpolitik des Weißen Hauses gab zeitgleich eine Warnung vor Drogenbedrohungen heraus, die sich auf die zunehmende Verbreitung und Potenz von Fentanyl-Analoga wie Carfentanil, Fluorofentanyl und Methylfentanyl bezieht.

Senatorin Catherine Cortez Masto (D-NV) äußerte sich auf Twitter zum SAFE Banking Act: „Der SAFE Banking Act zielt darauf ab, es legalen Cannabis-Unternehmen zu erleichtern, Zugang zu Bankdienstleistungen und anderen Finanzdienstleistungen zu erhalten, die ihnen helfen werden, ihre Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Diese Gesetzgebung ist entscheidend für kleine Unternehmen in Nevada, und ich werde weiterhin daran arbeiten, bis wir sie in Gesetz gießen.“

Aktivitäten auf Bundesstaatsebene

Auf Ebene der Bundesstaaten gab es zahlreiche Neuerungen: Delaware Gouverneur Matt Meyer (D) unterzeichnete ein Gesetz zur Umbenennung der Division of Alcohol and Tobacco Enforcement in die Division of Alcohol, Tobacco, and Marijuana Enforcement. In Florida gab der unabhängige Gouverneurskandidat Frank Russo bekannt, dass er ein registrierter medizinischer Cannabis-Patient ist, und diskutierte die breite öffentliche Unterstützung für die Legalisierung von Freizeit-Marihuana.

Ein neues Mitglied der Versammlung von New Jersey hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der den Konsum von Cannabis und Psilocybin durch minderjährige Kinder verhindern soll. Die Missouri-Behörden kündigten einen Rückruf von Marihuana-Produkten an, die den Test auf Aspergillus nicht bestanden haben. Massachusetts startete eine Überarbeitung der Marihuana-Regeln, während Alaska Änderungen an den Fristen für Verteidigungsbemerkungen von Marihuana-Unternehmen nach gemeldeten Verstößen vorschlägt.

Michigan verhängte Strafen gegen ein Marihuana-Unternehmen wegen angeblicher Verstöße. Virginia lobte die Eröffnung der ersten medizinischen Cannabis-Apotheke in einem Teil des Bundesstaates. California versandte Updates zu verschiedenen Cannabis-Themen.

Internationale und wissenschaftliche Entwicklungen

International sorgte der ehemalige philippinische Präsident Rodrigo Duterte für Schlagzeilen, der erstmals vor einer Kammer des Internationalen Strafgerichtshofs trat. Er ist dort wegen Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem blutigen „Krieg gegen Drogen“ seines Landes angeklagt.

In der Wissenschaft zeigte eine Studie, dass CBG „Verhaltensänderungen verhindert, die durch psychotomimetische Medikamente induziert werden.“ Eine weitere Studie ergab, dass „Psilocybin chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie durch die Erhaltung der mitochondrialen Transportwege verhindert.“

Unternehmensmeldungen

Im Unternehmenssektor sorgte Curaleaf für Aufsehen: Anwälte des Unternehmens sollen einem Journalisten 32 Seiten mit Forderungen geschickt haben, die sich auf seine Berichterstattung bezogen. Diese umfassten Artikel-Umschreibungen, Tweet-Löschungen und die Identifizierung seiner Leser im Vereinigten Königreich. Ein ehemaliger Executive von Ascend Wellness Holdings Inc. verklagt das Unternehmen wegen angeblichen Vertragsbruchs. Cresco Labs Inc. hat ein neues Mitglied in den Vorstand berufen.

Die American Trade Association for Cannabis and Hemp lobbyiert unterdessen bei Gesetzgebern, um sicherzustellen, dass eine bundesweite Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten vermieden wird.

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