Netflix zu stark auf Podcasts fokussiert – Analysten stufen Aktie ab
Wells Fargo stuft Netflix von „equal weight“ auf „underweight“ herab – Aktie fällt um 4,6 Prozent.

Analysten der US-Großbank Wells Fargo haben die Aktien von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix herabgestuft. Der Grund: Der Streaming-Riese konzentriere sich zu sehr auf neue Geschäftsfelder wie Podcasts, Spiele und Live-TV und vernachlässige dabei sein Kerngeschäft – hochwertige Original-Serien und -Filme. Die Aktie des Unternehmens fiel am Freitag um 4,6 Prozent.
„Wir sehen Ausbrüche als Voraussetzung dafür an, damit die Aktie wieder funktioniert“, sagten die Analysten der Wells Fargo in ihrer Begründung. Sie stufen die Netflix-Aktie von „equal weight“ (neutral) auf „underweight“ herab – eine Einstufung, die in etwa einer „Verkaufen“-Empfehlung entspricht.
Strategiewechsel bereitet Analysten Sorgen
Netflix hatte in den vergangenen Jahren sein Angebot massiv ausgeweitet. Neben dem klassischen Streaming von Serien und Filmen investiert der Konzern zunehmend in Podcasts, Live-Übertragungen und Gaming. Aus Sicht der Wells-Fargo-Analysten droht das Unternehmen damit jedoch den Fokus auf das zu verlieren, was es einst zum Marktführer gemacht habe: exklusive und hochwertige Originalinhalte.
Die Herabstufung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb im Streaming-Markt weiter zunimmt. Rivalen wie Disney+, Amazon Prime Video und Apple TV+ investieren massiv in eigene Produktionen und setzen Netflix zunehmend unter Druck. Die Analysten sehen daher kurzfristig kaum Kurstreiber für die Netflix-Aktie.
Marktreaktion fällt deutlich aus
Die Anleger reagierten umgehend auf die negative Bewertung. Die Netflix-Aktie rutschte am Freitag um 4,6 Prozent ab und verzeichnete damit einen der stärksten Tagesverluste der vergangenen Wochen. Die Herabstufung durch Wells Fargo wiegt schwer, da die Bank zu den einflussreichsten Stimmen an der Wall Street zählt.
Ob Netflix mit seiner Strategie der Diversifikation langfristig Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Die Analysten von Wells Fargo zeigen sich jedenfalls skeptisch – und empfehlen Anlegern vorerst, sich von der Aktie zu trennen.
