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Morgan Stanley: US-Steuerrückerstattungen bleiben hinter Erwartungen zurück

Höhere Benzinpreise drohen die Konsumeffekte der Steuerrückerstattungen zunichtezumachen – mit Abwärtsrisiken für 2026.

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Morgan Stanley: US-Steuerrückerstattungen bleiben hinter Erwartungen zurück

Die US-amerikanischen Steuerrückerstattungen auf Bundesebene sind im Jahresvergleich um 14% gestiegen – und liegen damit unter der Prognose von Morgan Stanley, die einen Anstieg von 15 bis 25% erwartet hatte. Die Bank warnt nun, dass steigende Benzinpreise die positiven Konsumeffekte der Rückerstattungen mehr als aufzehren könnten.

Die durchschnittliche Rückerstattung hat sich um 11% erhöht, wobei in diesem Jahr mehr Verbraucher überhaupt eine Rückerstattung erhalten. Trotz dieses breiteren Kreises an Begünstigten bleibt der Gesamteffekt hinter den Erwartungen zurück.

Benzinpreise als entscheidender Gegenfaktor

Morgan Stanley schätzt, dass ein Anstieg der durchschnittlichen Benzinpreise um 15% auf 3,60 US-Dollar oder mehr den Zuwachs aus der durchschnittlichen Rückerstattung von rund 350 US-Dollar mehr als ausgleichen würde. Für amerikanische Haushalte bedeutet das: Was auf der einen Seite durch die Steuerbehörde zurückfließt, droht auf der anderen Seite an der Zapfsäule wieder zu verschwinden.

Einschließlich der gezahlten Steuern liegt die Steuerquote zwar unter dem Vorjahresniveau, aber über der eigenen Prognose von Morgan Stanley. Dies impliziert laut der Bank ein Abwärtsrisiko für den prognostizierten Konsumschub von rund 20 Basispunkten im Jahr 2026.

Morgan Stanley hatte von Beginn an betont, dass die fiskalischen Maßnahmen den privaten Konsum in diesem Jahr nur um einige Zehntelprozentpunkte ankurbeln würden. Die aktuellen Daten deuten nun auf einen potenziell noch geringeren Effekt hin – eine Einschätzung, die für Anleger mit Blick auf konsumnahe Sektoren relevant ist.

Einkommensschwache Haushalte im Fokus

Besonders aufschlussreich ist die Entwicklung bei einkommensschwachen Verbrauchern: Ein größerer Anteil dieser Gruppe erhält in diesem Jahr Rückerstattungen, allerdings fallen diese im Durchschnitt geringer aus. Gleichzeitig sind die absoluten Benzinausgaben in US-Dollar für diese Gruppe ebenfalls niedriger, was den negativen Effekt steigender Kraftstoffpreise für sie etwas abmildert.

Auf der anderen Seite des Einkommensspektrums zeigt sich ein anderes Bild: Die Steuereinnahmen der Bundesstaaten tendieren nach oben. Der Anstieg der Quellensteuer deutet laut dem Bericht auf ein anhaltendes Einkommenswachstum bei einkommensstarken Haushalten hin – ein Zeichen, dass der Arbeitsmarkt in höheren Einkommensklassen weiterhin robust ist.

Für deutsche Anleger, die in US-amerikanische Konsumwerte oder den US-Einzelhandel investiert sind, liefern diese Daten wichtige Hinweise. Ein schwächerer Konsumimpuls durch Steuerrückerstattungen in Kombination mit höheren Energiekosten könnte die Wachstumsdynamik der US-Binnennachfrage im laufenden Jahr dämpfen und die Erwartungen für 2026 weiter unter Druck setzen.

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