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Goldpreis steigt leicht nach Dollar-Schwäche

Handelsabkommen zwischen USA und EU mildert Risiken, Gespräche mit China angekündigt

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Goldpreis steigt leicht nach Dollar-Schwäche

Gold hat sich zu Wochenbeginn leicht erholt, nachdem ein schwächerer US-Dollar die Belastung durch gestiegene Risikobereitschaft der Anleger teilweise ausgleichen konnte. In einem von Schwankungen geprägten Handel stieg der Preis für Spot-Gold um 0,2 Prozent auf 3.342,62 US-Dollar je Feinunze. Zuvor hatte das Edelmetall den tiefsten Stand seit dem 17. Juli erreicht. Auch die US-Gold-Futures legten um 0,2 Prozent zu und notierten bei 3.342,90 US-Dollar.

Der Goldmarkt reagierte damit auf die Ankündigung eines neuen Handelsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Die beiden Wirtschaftsräume, die zusammen fast ein Drittel des weltweiten Handelsvolumens ausmachen, einigten sich auf einen Importzoll von 15 Prozent auf die meisten EU-Waren – nur halb so hoch wie zuvor angedroht. Damit konnte ein umfassender Handelskonflikt zwischen den transatlantischen Partnern abgewendet werden.

Allerdings blieben einige Streitpunkte bestehen. So sind etwa die Zölle auf Spirituosen weiterhin nicht abschließend geregelt. Die grundsätzliche Einigung sorgte dennoch für eine spürbare Entspannung im Verhältnis zwischen Washington und Brüssel. Diese Entwicklung belastete zwar den Goldpreis, drückte aber gleichzeitig den US-Dollar-Index um 0,1 Prozent nach unten – was das in Dollar gehandelte Edelmetall für Käufer außerhalb der USA günstiger machte.

An den Märkten führte das Abkommen zu einer besseren Stimmung. Sowohl europäische Währungen als auch die US-Aktienindex-Futures notierten fester. Gleichzeitig wurde bekannt, dass hochrangige US-amerikanische und chinesische Vertreter in Stockholm zu Gesprächen zusammenkommen wollen, um über die seit Langem schwelenden Handelsstreitigkeiten zu beraten. Ziel sei es, die bestehende Zoll-Waffenruhe zu verlängern und eine Eskalation zu verhindern.

Marktbeobachter rechnen kurzfristig nicht mit größeren Ausschlägen beim Goldpreis. Anleger richteten ihren Blick zunehmend auf die anstehende Entscheidung der US-Notenbank. Die Federal Reserve wird voraussichtlich ihren Leitzins weiterhin im Korridor zwischen 4,25 und 4,50 Prozent belassen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt von einem positiven Treffen mit Fed-Chef Jerome Powell gesprochen und dabei angedeutet, dass dieser möglicherweise zu Zinssenkungen tendiere.

Neben Gold legten auch andere Edelmetalle zu. Silber verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 38,21 US-Dollar je Feinunze. Platin kletterte um 1,2 Prozent auf 1.417,67 US-Dollar, während Palladium um 2,9 Prozent auf 1.254,98 US-Dollar zulegte.

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