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Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Juni

Schwacher Dollar, niedrige Zinsen und Handelskonflikt treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Juni

Der Goldpreis hat am Dienstag den höchsten Stand seit mehr als einem Monat erreicht. Getrieben wurde die Entwicklung von einem schwächeren US-Dollar und rückläufigen Renditen für US-Staatsanleihen. Anleger zeigten sich in Erwartung eines Fortschritts bei den Handelsgesprächen vor Ablauf einer Frist am 1. August zunehmend interessiert an dem Edelmetall.

Spot-Gold notierte zuletzt nahezu unverändert bei 3.389,98 US-Dollar je Unze, nachdem es zuvor im Tagesverlauf auf den höchsten Stand seit dem 17. Juni gestiegen war. Die US-Goldfutures hielten sich stabil bei 3.402,90 Dollar. Marktanalyst Kelvin Wong von OANDA verwies auf technische Faktoren sowie die breit angelegte Schwäche des Dollars als Haupttreiber für die jüngste Aufwärtsbewegung des Goldpreises.

Der Dollar-Index näherte sich zuletzt einem mehr als einwöchigen Tief im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen, was Gold für Investoren außerhalb des Dollarraums günstiger macht. Parallel dazu gaben die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen nach und markierten ebenfalls ein mehr als einwöchiges Tief. Dies verstärkte das Interesse an zinssensiblen Anlagen wie Gold.

Im Handelskonflikt zwischen der EU und den Vereinigten Staaten rückt eine Eskalation näher. EU-Diplomaten zufolge erwägt die Europäische Union ein umfassenderes Maßnahmenpaket als Reaktion auf die von Washington angedrohten Strafzölle. US-Präsident Donald Trump hatte mit Zöllen von 30 Prozent auf Importe aus Europa gedroht, sollte bis zum 1. August keine Einigung erzielt werden.

Marktteilnehmer reagierten mit einer vorsichtigen Haltung und vermehrten Absicherungspositionen angesichts der Möglichkeit, dass keine Einigung zustande kommt. Auch die Zinspolitik rückt in den Fokus: Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich ihren Leitzins bei 2,0 Prozent belassen, nachdem zuvor mehrere Senkungen erfolgt waren. Die nächste Sitzung findet am 24. Juli statt.

In den USA rechnet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 59 Prozent mit einer Zinssenkung durch die Federal Reserve im September. Ein niedrigeres Zinsniveau gilt allgemein als unterstützend für den Goldpreis, da es die Opportunitätskosten des Haltens des zinslosen Metalls senkt.

Während Gold zulegte, verzeichneten andere Edelmetalle gemischte Entwicklungen: Silber fiel um 0,5 Prozent auf 38,71 Dollar pro Unze, Platin stieg leicht um 0,3 Prozent auf 1.442,55 Dollar. Palladium hingegen verlor 1,3 Prozent und lag zuletzt bei 1.250,19 Dollar.

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