ANZEIGE

Goldpreis steigt leicht bei schwächerem Dollar

US-Zölle auf Kupfer und Importe aus Asien verschärfen globale Handelskonflikte

2 Min
Goldpreis steigt leicht bei schwächerem Dollar

Die Preise für Gold sind leicht gestiegen, nachdem der US-Dollar und die Renditen für Staatsanleihen leicht nachgaben. Anleger beobachten aufmerksam die Entwicklung im internationalen Handel, da US-Präsident Donald Trump seine Zollpolitik erneut ausgeweitet hat. Der Preis für Spot-Gold kletterte um 0,3 Prozent auf 3.321,68 US-Dollar je Unze, während US-Gold-Futures ebenfalls um 0,3 Prozent auf 3.329,90 US-Dollar zulegten.

Laut Nicholas Frappell, dem globalen Leiter für institutionelle Märkte bei ABC Refinery, habe Gold ein technisches Unterstützungsniveau erreicht, während sich der Dollar insgesamt abgeschwächt habe. Diese Entwicklung wirkt sich begünstigend auf den Goldpreis aus, da ein schwächerer Dollar Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger macht.

Trump kündigte unterdessen neue Zölle an: Auf US-Kupferimporte soll ab dem 1. August ein Einfuhrzoll in Höhe von 50 Prozent erhoben werden. Zudem sind ab demselben Datum auch Zölle in gleicher Höhe auf Importe aus Brasilien vorgesehen. Darüber hinaus erließ die US-Regierung Zollbescheide für sieben weitere, kleinere Handelspartner – zusätzlich zu den 14 Bekanntmachungen, die bereits zu Wochenbeginn veröffentlicht worden waren. Dazu zählen auch 25-Prozent-Zölle auf Importe aus Südkorea und Japan, die ebenfalls zum 1. August in Kraft treten könnten, falls keine Einigungen erzielt werden.

Analysten wie Matt Simpson von City Index sprechen inzwischen von einer „Zollmüdigkeit“ an den Märkten. Der Effekt neuer Zollnachrichten verliere zunehmend an Kraft, und es bedürfe eines neuen Auslösers, um die zuletzt eingeschlafene Marktvolatilität wiederzubeleben.

Der US-Dollar-Index sank um 0,2 Prozent, während die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen von einem Dreiwochenhoch zurückging. Sinkende Anleiherenditen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von Anlagen wie Gold, die keine laufenden Erträge abwerfen.

Das Protokoll der US-Notenbank zur Sitzung vom 17. und 18. Juni zeigt, dass nur wenige Mitglieder bereits im Juli mit einer Zinssenkung rechnen. Die Mehrheit favorisiert eine Lockerung der Geldpolitik erst im weiteren Jahresverlauf – als Reaktion auf inflationsbedingte Risiken infolge der Handelsmaßnahmen der US-Regierung. Die nächste Zinssitzung des Offenmarktausschusses ist für den 29. und 30. Juli angesetzt.

Silber legte um 0,2 Prozent auf 36,42 US-Dollar pro Unze zu, während Platin um 0,2 Prozent auf 1.345,06 US-Dollar fiel. Palladium stieg um 0,3 Prozent auf 1.108,18 US-Dollar.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer