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Goldpreis sinkt nach Trumps Zollankündigungen

Handelsfortschritte und verlängerte Fristen dämpfen Nachfrage nach dem Krisenmetall

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Goldpreis sinkt nach Trumps Zollankündigungen

Die Goldpreise sind am Montag gesunken, nachdem US-Präsident Donald Trump Fortschritte bei mehreren Handelsabkommen in Aussicht gestellt und eine Verlängerung der Frist für neue Zölle angekündigt hatte. Dies führte zu einem Rückgang der Nachfrage nach dem als sicher geltenden Edelmetall. Der Spotpreis für Gold fiel um 0,7 Prozent auf 3.311,09 US-Dollar je Feinunze, während die US-Goldfutures ebenfalls um 0,7 Prozent auf 3.320,30 Dollar nachgaben.

Trump erklärte am Sonntag, die Vereinigten Staaten stünden kurz vor dem Abschluss mehrerer Handelsvereinbarungen, die in den kommenden Tagen finalisiert werden sollen. Gleichzeitig kündigte er an, dass andere Länder bis spätestens 9. Juli über erhöhte Zolltarife informiert würden. Diese sollen ab dem 1. August in Kraft treten.

Bereits im April hatte Trump einen Basiszoll von zehn Prozent auf die meisten Staaten verkündet, mit zusätzlichen Abgaben von bis zu 50 Prozent. Die Einführung dieser Zölle wurde jedoch für die Mehrheit der betroffenen Länder zunächst verschoben. Durch die erneute Verlängerung haben nun viele Staaten bis Ende Juli Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen.

Laut dem Analysten Kelvin Wong vom Brokerhaus OANDA sei die kurzfristige Schwäche des Goldpreises direkt auf diese temporäre Entlastung durch die US-Regierung zurückzuführen. Er prognostizierte zudem eine weitere Preisdynamik rund um die Marke von 3.320 Dollar je Unze, wobei er den nächsten Widerstand bei etwa 3.360 Dollar sieht.

Darüber hinaus kündigte Trump an, dass die USA zusätzliche zehn Prozent Zoll auf Länder erheben werden, die sich mit den „anti-amerikanischen Politiken“ der BRICS-Staaten solidarisieren. Eine genauere Erklärung dieser Haltung oder der betroffenen Maßnahmen blieb der Präsident jedoch schuldig.

Die Aussicht auf neue Zölle hat auch die Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflusst. Befürchtungen einer zollbedingten Inflation dämpfen derzeit die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen. An den Terminmärkten wird inzwischen nicht mehr mit einer Reduzierung des Leitzinses in diesem Monat gerechnet, für das Gesamtjahr werden lediglich zwei Senkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte eingepreist.

Auch andere Edelmetalle verloren an Wert: Silber sank um 0,9 Prozent auf 36,58 Dollar je Unze, Platin fiel um 2,4 Prozent auf 1.358,62 Dollar und Palladium verlor 1,9 Prozent auf 1.113,23 Dollar.

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