Goldpreis sinkt vor US-Arbeitsmarktdaten
Investoren warten auf Hinweise zur Zinspolitik der Notenbank und neue Handelsimpulse

Der Goldpreis hat am Donnerstag nachgegeben, da sich Investoren vor der Veröffentlichung wichtiger US-Arbeitsmarktdaten mit größeren Engagements zurückhielten. Der Markt blickt gespannt auf den Bericht zu den US-Non-Farm-Payrolls, der Hinweise auf die künftige Zinspolitik der Federal Reserve liefern könnte.
Der Preis für Spot-Gold sank um 0,3 Prozent auf 3.348,10 US-Dollar je Feinunze. Die US-Gold-Futures hielten sich derweil stabil bei 3.359,10 US-Dollar. Marktbeobachter sprachen von einer Konsolidierungsphase, in der sich der Goldpreis innerhalb einer Spanne von 3.320 bis 3.360 US-Dollar bewege. Händler und Analysten zeigten sich vorsichtig und warteten auf neue Impulse aus der US-Wirtschaft.
Der am selben Tag erwartete Arbeitsmarktbericht wird laut einer Umfrage von Reuters einen Zuwachs von 110.000 Stellen im Juni zeigen, nach 139.000 im Vormonat. Bereits veröffentlichte Zahlen des privaten Datenanbieters ADP zeigten einen Rückgang der Beschäftigung im Privatsektor um 33.000 Stellen im Juni. Dies war der erste Rückgang seit über zwei Jahren und wurde auf wirtschaftliche Unsicherheiten zurückgeführt. Gleichzeitig blieb die Zahl der Entlassungen niedrig, was auf eine weiterhin robuste Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hindeutet.
Neben geldpolitischen Themen rückten auch außenwirtschaftliche Entwicklungen in den Fokus. Die Vereinigten Staaten werden auf eine Reihe von Importen aus Vietnam künftig einen Zollsatz von 20 Prozent erheben. US-Präsident Donald Trump kündigte diesen Schritt am Mittwoch an und erklärte, dass der neue Satz unterhalb früherer Ankündigungen liege. Vietnam zählt zu den zehn größten Handelspartnern der USA.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Indien über ein Abkommen zur Senkung von Zöllen. Beide Seiten drängen auf eine Einigung bis zum 9. Juli, dem von Trump gesetzten Stichtag. Der Präsident zeigte sich optimistisch, dass ein Abkommen mit Indien zustande kommen könne, auch wenn Gespräche mit anderen wichtigen Handelspartnern wie Japan ins Stocken geraten sind.
Im Fahrwasser der Entwicklung bei Gold gaben auch andere Edelmetalle nach. Der Preis für Silber fiel um 0,5 Prozent auf 36,40 US-Dollar je Unze. Platin verlor 1,3 Prozent und notierte bei 1.400,65 US-Dollar, während Palladium um 1,1 Prozent auf 1.142 US-Dollar nachgab.
