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Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit Juni

Starker Dollar, steigende Renditen und neue US-Zölle belasten Edelmetallmärkte deutlich

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Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit Juni

Der Goldpreis ist auf den niedrigsten Stand seit über einer Woche gefallen. Auslöser für den Rückgang sind ein erstarkter US-Dollar sowie steigende Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Marktteilnehmer zeigten sich zudem verunsichert über neue Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump, die die Märkte zusätzlich belasteten.

Der Preis für Spot-Gold sank um 0,4 Prozent auf 3.286,96 US-Dollar je Unze. Zuvor war er auf den niedrigsten Stand seit dem 30. Juni gefallen. Auch die US-Gold-Futures verzeichneten Verluste und fielen um 0,7 Prozent auf 3.295 US-Dollar. Analysten sehen in der aktuellen Entwicklung eine Folge der geldpolitischen Unsicherheit und der geopolitischen Spannungen.

Trump kündigte an, einen 50-prozentigen Zoll auf Kupferimporte zu erheben. Zudem sollen lang angekündigte Abgaben auf Halbleiter und Pharmazeutika umgesetzt werden. Bereits am Vortag hatte der Präsident erneut mit einem zehnprozentigen Zoll auf Waren aus den BRICS-Staaten gedroht. Am Montag waren 14 Länder, darunter Japan und Südkorea, über bevorstehende Zollanhebungen zum 1. August informiert worden.

Der US-Dollar legte derweil weiter zu und stieg um 0,2 Prozent, nachdem er am Dienstag ein Zwei-Wochen-Hoch erreicht hatte. Auch die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen blieben in der Nähe ihres Drei-Wochen-Hochs. Marktbeobachter verweisen auf die daraus resultierende Belastung für Gold: Höhere Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinsten Anlagen wie Gold. Gleichzeitig verteuert ein festerer Dollar das Edelmetall für Käufer mit anderen Währungen.

Analyst Edward Meir vom Brokerhaus Marex erklärte, dass der seit Mitte Februar bestehende Aufwärtstrendkanal beim Goldpreis nun durchbrochen sei. In Kombination mit dem stärkeren Dollar und den steigenden Renditen stehe der Goldpreis damit unter Druck.

Anleger erwarten nun mit Spannung die Veröffentlichung des Protokolls der Zinssitzung der US-Notenbank im Juni. Davon erhoffen sie sich Hinweise auf die künftige Zinspolitik der Federal Reserve, die bislang eine abwartende Haltung eingenommen hat. Laut Ilya Spivak, Chefvolkswirt bei Tastylive, könnte die Reaktion der Märkte auf dieses Protokoll Aufschluss darüber geben, wie weit die Erwartungen der Märkte von der Strategie der Fed entfernt sind.

Die Inflationserwartungen der US-Verbraucher blieben derweil stabil. Laut einer aktuellen Umfrage der New Yorker Fed liegt die Ein-Jahres-Erwartung nun bei drei Prozent, nach 3,2 Prozent im Mai. Die Drei- und Fünf-Jahres-Prognosen verharrten bei drei beziehungsweise 2,6 Prozent. Auch andere Edelmetalle gaben nach: Silber sank um 0,5 Prozent auf 36,59 US-Dollar je Unze, Platin verlor 0,9 Prozent auf 1.346,57 US-Dollar. Palladium notierte unverändert bei 1.110,45 US-Dollar.

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