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Goldpreis stabilisiert sich vor US-Arbeitsmarktdaten

Anleger beobachten Zinssignale der Fed und Trumps neues Ausgabenpaket aufmerksam

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Goldpreis stabilisiert sich vor US-Arbeitsmarktdaten

Gold hat sich zur Wochenmitte stabil gezeigt, während Anleger auf frische Arbeitsmarktdaten aus den USA warteten und die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell zur Zinspolitik bewerteten. Der Preis für eine Feinunze Spot-Gold verharrte am frühen Mittwochmorgen nahezu unverändert bei 3.341,70 US-Dollar, während US-Gold-Futures bei 3.351,40 US-Dollar lagen.

Ein schwächerer Dollar sorgte dafür, dass sich die Verluste des in Dollar gehandelten Edelmetalls in Grenzen hielten. Der US-Dollar-Index fiel auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren, was Gold für Anleger mit anderen Währungen günstiger machte.

Die Entwicklungen folgen auf zuletzt deutliche Kursgewinne beim Goldpreis – die stärksten in den vergangenen zwei Wochen. Laut Ilya Spivak, Leiter für globale Makroanalysen bei Tastylive, ist der aktuelle Kursverlauf Ausdruck einer Konsolidierung, wobei der allgemeine Trend derzeit weiter nach oben zeige. Im Zentrum stehe dabei die Erwartung an die weitere Zinspolitik der US-Notenbank.

Powell hatte erneut betont, dass die Zentralbank zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen der kürzlich verhängten Importzölle auf die Inflation abwarten und analysieren wolle, bevor über Zinssenkungen entschieden werde. Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach sofortigen und deutlichen Zinssenkungen erteilte Powell damit erneut eine Absage.

Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt zeichnen ein gemischtes Bild. Zwar stieg die Zahl offener Stellen im Mai unerwartet an, gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Neueinstellungen. Dies deutet auf eine nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt hin, die mit der Unsicherheit durch die neue Zollpolitik in Verbindung gebracht wird.

Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die am Mittwoch erwarteten Daten der privaten US-Arbeitsvermittler ADP sowie auf den offiziellen Bericht zu den neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft am Donnerstag. Diese könnten weitere Hinweise auf den Zustand des US-Arbeitsmarktes liefern. Ein überraschend starkes Ergebnis beim sogenannten Nonfarm Payrolls Report gilt als potenzielles Risiko für den Goldpreis, erscheint laut Analysten jedoch derzeit eher unwahrscheinlich.

Parallel dazu hat der US-Senat ein umfassendes Steuer- und Ausgabenpaket von Präsident Trump verabschiedet. Es sieht unter anderem Steuersenkungen, Kürzungen bei sozialen Leistungen sowie höhere Militärausgaben vor und erhöht das Haushaltsdefizit um 3,3 Billionen US-Dollar. In der Handelspolitik äußerte sich Trump optimistisch über ein mögliches Abkommen mit Indien, zeigte sich jedoch skeptisch hinsichtlich eines Deals mit Japan. Eine Verlängerung der Frist bis zum 9. Juli für neue Handelsabkommen schloss er aus.

Auch die Preise anderer Edelmetalle bewegten sich leicht: Silber gab um 0,2 Prozent auf 35,99 US-Dollar je Unze nach, während Platin um 0,2 Prozent auf 1.353,22 US-Dollar zulegte. Palladium verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 1.112,85 US-Dollar.

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