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Goldpreis steigt nach US-Steuerpaket deutlich an

Markt reagiert auf höhere Staatsverschuldung und Trumps neue Zollankündigungen

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Goldpreis steigt nach US-Steuerpaket deutlich an

Gold hat in der vergangenen Woche deutlich zugelegt – getrieben von neuen fiskalpolitischen Unsicherheiten in den USA. Das Edelmetall verteuerte sich bis Freitag um mehr als zwei Prozent und notierte zum Handelsschluss bei 3.340,79 US-Dollar je Feinunze, ein Plus von 0,4 Prozent. Auch die US-Gold-Futures zogen an und stiegen um 0,3 Prozent auf 3.351 Dollar.

Hintergrund ist ein umfassendes Steuer- und Ausgabenpaket, das vergangene Woche im US-Kongress verabschiedet wurde. Es macht die Steuererleichterungen aus dem Jahr 2017 dauerhaft, ergänzt sie um neue Vergünstigungen im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2024 und finanziert Maßnahmen zur Verschärfung der Einwanderungspolitik. Analyst Edward Meir vom Brokerhaus Marex warnte vor den möglichen langfristigen Auswirkungen: Die Gesetzgebung bringe das Land in fiskalischer Hinsicht nicht voran, was den Dollar belaste und Gold stütze.

Nach Einschätzung des Congressional Budget Office dürfte das neue Gesetz die Staatsverschuldung der USA innerhalb der nächsten zehn Jahre um 3,4 Billionen US-Dollar erhöhen. Derzeit liegt die US-Schuld bei 36,2 Billionen Dollar. Parallel dazu zeigten neue Arbeitsmarktdaten, dass im Juni 147.000 neue Stellen geschaffen wurden – mehr als erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent. Beobachter rechnen daher nicht mit einer baldigen Zinssenkung durch die US-Notenbank, was den Goldpreis weiter beeinflussen könnte.

Zusätzliche Impulse erhielt der Markt durch eine neue Ankündigung von Donald Trump. Der ehemalige Präsident ließ verlauten, dass seit Freitag sogenannte Tarifschreiben an andere Länder verschickt werden. Dabei handelt es sich um ein Instrument im Rahmen seiner geplanten Reziprozitätstarife, die ursprünglich zwischen zehn und fünfzig Prozent lagen, aber bis zum 9. Juli auf zehn Prozent reduziert wurden, um Verhandlungen zu ermöglichen. Sollte es bei dieser Frist bleiben, erwarten Analysten eine Schwächung des Dollars, was wiederum dem Goldpreis zugutekommen dürfte.

Der Dollar-Index, der die US-Währung im Vergleich zu anderen Leitwährungen misst, steuerte in der vergangenen Woche auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Dadurch wird Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger. Während der Silberpreis stabil bei 36,84 Dollar je Unze blieb, legte Platin um 1,4 Prozent auf 1.386,16 Dollar zu. Palladium gab hingegen um 0,5 Prozent nach und kostete zuletzt 1.141,97 Dollar.

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