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Goldpreis steigt durch schwächeren Dollar und fallende Anleiherenditen

Anleger warten auf US-Inflationsdaten und mögliche Zinssignale der Federal Reserve

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Goldpreis steigt durch schwächeren Dollar und fallende Anleiherenditen

Gold verzeichnete am Dienstag einen Anstieg, da sowohl der US-Dollar als auch die Renditen von Staatsanleihen nachgaben. Anleger warten auf die bevorstehenden Inflationsdaten, um mögliche Anpassungen in der Geldpolitik der US-Notenbank einzuschätzen. Die anhaltenden Handelsspannungen sowie die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abschwächung verstärken die Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Der Preis für Spotgold stieg um 0,3 Prozent auf 2.898,27 US-Dollar pro Unze. Die US-Gold-Futures verzeichneten einen Anstieg um 0,1 Prozent und notierten bei 2.902,50 US-Dollar. Gleichzeitig bewegte sich der Dollarindex in der Nähe seines Viermonatstiefs, was Gold für Käufer aus dem Ausland günstiger machte. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen fielen, was die Nachfrage nach dem Edelmetall zusätzlich unterstützte.

Marktanalyst Ilya Spivak von Tastylive erklärte, dass die Schwäche des US-Dollars und der fallende Anleiheertrag Gold zugutekämen. Der allgemeine Aufwärtstrend des Edelmetalls bleibe intakt, und der Weg des geringsten Widerstands deute weiterhin auf steigende Preise hin. In den vergangenen vier Wochen bewegten sich die Goldpreise in einer Spanne zwischen 2.830 und 2.960 US-Dollar. Erst ein deutlicher Ausbruch aus dieser Bandbreite könnte eine nachhaltige Richtungsänderung signalisieren.

US-Präsident Donald Trump nahm in einem Interview mit Fox News am Sonntag keine Prognose dazu vor, ob seine Zollpolitik eine Rezession in den Vereinigten Staaten auslösen könnte. Dies belastete die globalen Aktienmärkte. In der vergangenen Woche verhängte Trump 25-prozentige Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie weitere Abgaben auf chinesische Waren. Allerdings wurden viele mexikanische und kanadische Produkte vorübergehend von den Zöllen ausgenommen, was für Unsicherheit an den Märkten sorgte und Inflations- sowie Wachstumsbefürchtungen in den USA schürte.

Die Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Verbraucherpreisdaten (CPI) in den USA, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Diese könnten Hinweise darauf geben, ob die US-Notenbank ihre Zinspolitik anpassen wird. Gold gilt traditionell als Absicherung gegen politische Risiken und Inflation. Sollte die Inflation jedoch weiter steigen und die Fed ihre Zinsen hoch halten, könnte das Interesse an dem renditelosen Edelmetall sinken.

Auch die Preise für andere Edelmetalle veränderten sich am Dienstag. Spot-Silber stieg um 0,3 Prozent auf 32,19 US-Dollar pro Unze. Platin blieb mit einem Wert von 957,89 US-Dollar unverändert, während Palladium um 0,3 Prozent auf 940,47 US-Dollar fiel. Die asiatischen Börsen erlitten am Dienstagmorgen deutliche Verluste, nachdem es bereits an der Wall Street zu einem Kursrutsch gekommen war.

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