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Goldpreis nahe Tiefstand wegen starkem Dollar

Handelsgespräche und Zinserwartungen bremsen Nachfrage nach dem Edelmetall zusätzlich aus

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Goldpreis nahe Tiefstand wegen starkem Dollar

Der Goldpreis bewegte sich am Dienstag kaum und verharrte in der Nähe eines Dreiwochentiefs. Grund dafür war das nachlassende Interesse an sicheren Anlageformen, nachdem sich die Sorgen vor einem globalen Zollkrieg abschwächten und der US-Dollar an Stärke gewann. Spot-Gold notierte zuletzt bei 3.318,71 US-Dollar je Feinunze und damit in etwa auf dem Niveau der Vortagessitzung, in der der Preis den tiefsten Stand seit dem 9. Juli erreicht hatte.

US-Gold-Futures stiegen leicht um 0,2 Prozent auf 3.317,50 Dollar. Der starke Dollar, der nahe einem Zweiwochenhoch notierte, verteuerte Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen und trug zur verhaltenen Entwicklung des Edelmetalls bei. Dennoch blieb die Nachfrage bei Preisen um 3.300 Dollar stabil. Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade betonte, dass trotz kurzfristiger Belastungen durch den festen Dollar und internationale Handelsabkommen weiterhin Aufwärtspotenzial für Gold bestehe.

Hoffnungen auf eine weitere Entspannung im globalen Handel wurden durch ein Treffen hochrangiger Wirtschaftsvertreter aus den USA und China genährt. In Stockholm berieten sie über mehr als fünf Stunden hinweg über mögliche Lösungen für die langanhaltenden wirtschaftlichen Streitigkeiten zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. Ziel war es, eine Verlängerung des bestehenden Handelsstillstands um weitere drei Monate zu erreichen.

Zudem erzielten die Vereinigten Staaten mit der Europäischen Union eine grundsätzliche Einigung in der Handelspolitik. In deren Rahmen wurde ein Importzoll von 15 Prozent auf die meisten EU-Waren beschlossen – nur die Hälfte des ursprünglich angedrohten Satzes. Damit konnte ein umfassenderer Handelskonflikt zwischen den Partnern, die zusammen fast ein Drittel des weltweiten Handelsvolumens ausmachen, vorerst abgewendet werden.

Während Anleger auf eine Reihe bevorstehender US-Konjunkturdaten blicken, darunter Inflationszahlen und der Arbeitsmarktbericht, richtet sich das Augenmerk auch auf das zweitägige Treffen der US-Notenbank Federal Reserve, das im Tagesverlauf beginnt. Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins unverändert lässt. Sollte die Datenlage schwächer ausfallen oder Präsident Donald Trumps anhaltende Kritik an der Fed zu einem moderateren Ton der Notenbank führen, könnte das dem Goldpreis neue Impulse geben.

Bei den übrigen Edelmetallen zeigte sich ein gemischtes Bild: Silber blieb stabil bei 38,18 Dollar je Unze, während Platin leicht um 0,1 Prozent auf 1.388,98 Dollar fiel. Palladium verzeichnete einen deutlicheren Rückgang um 1,7 Prozent auf 1.225,44 Dollar.

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