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Berkshire Energy: Mehr wert als die meisten eigenständigen Versorger

Berkshire Hathaway Energy erzielt Milliardengewinne und profitiert vom KI-Boom.

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Berkshire Energy: Mehr wert als die meisten eigenständigen Versorger

Berkshire Hathaway (BRKA-0,04%) (BRKB+0,11%) ist weit mehr als nur ein Aktienportfolio. Der Konglomeratverbund von Warren Buffett umfasst Dutzende Geschäftsbereiche – von Dairy Queen über GEICO bis hin zu Duracell. Ein besonders gewichtiger Teil des Imperiums ist jedoch das Energiegeschäft. Berkshire Hathaway Energy erwirtschaftet Gewinne in Milliardenhöhe und liegt damit auf Augenhöhe mit den größten eigenständigen Versorgern der USA.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Berkshire Hathaway Energy einen Umsatz von 11,2 Milliarden US-Dollar. Das vorsteuerliche Ergebnis lag bei 2,7 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn bei etwas mehr als 2 Milliarden US-Dollar. Das zweite Halbjahr dürfte ähnlich ausfallen, womit das stabile Wachstum des Geschäfts fortsetzt wird.

Die Größenordnung im Vergleich

Zum Vergleich: Der Branchenriese Duke Energy setzte im Jahr 2025 rund 32,2 Milliarden US-Dollar um und erzielte einen Nettogewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar. Die Southern Company kam auf 29,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und 4,3 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. NextEra Energy verbuchte 27,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und bereinigte Gewinne von 7,7 Milliarden US-Dollar, während Constellation Energy auf 25,5 Milliarden US-Dollar Umsatz kam.

Berkshire Hathaway Energy liegt mit seinen Zahlen direkt hinter diesen Branchenriesen. Das Unternehmen bedient 13 Millionen Kunden über Tochtergesellschaften wie PacifiCorp, MidAmerican Energy und NV Energy und hält zudem Beteiligungen an mehreren Erdgas-Pipelinesystemen.

KI als Wachstumstreiber

CEO Greg Abel sieht große Chancen für den Energiezweig. In einem Interview mit CNBC Anfang September 2026 bezeichnete er die Versorgung von Rechenzentren für künstliche Intelligenz als „bedeutende Chance für Berkshire und Berkshire Hathaway Energy“. Der große Engpass seien derzeit zeitaufwändige Genehmigungsverfahren und Standortvorbereitungen.

Bereits auf der diesjährigen Hauptversammlung im Mai hatte Abel darauf hingewiesen, dass Energie eine zentrale Voraussetzung für die sogenannten Hyperscaler im Zusammenhang mit KI sei. „Unsere Geschäfte haben diese Chance vor sich bei Berkshire Hathaway Energy“, so Abel.

Abel kennt den Energiezweig besonders gut. Er war bereits als Executive bei MidAmerican Energy tätig, als Berkshire das Unternehmen 1999 übernahm, bevor es 2014 in Berkshire Hathaway Energy umbenannt wurde.

Energie bleibt ein kleiner Teil des Gesamtbildes

Trotz der beeindruckenden Zahlen macht Energie weiterhin nur einen kleinen Teil der operativen Gewinne von Berkshire Hathaway aus. Für 2026 wird ein Nettoergebnis von etwa 4 Milliarden US-Dollar aus dem Energiegeschäft erwartet – das entspricht nur rund 10 Prozent des gesamten operativen Ergebnisses des Konzerns.

Hinzu kommen die börsennotierten Aktienbeteiligungen im Wert von rund 360 Milliarden US-Dollar sowie die vollständig im Besitz befindlichen Unternehmen, die in diesem Jahr operative Nettoergebnisse von nahezu 50 Milliarden US-Dollar beisteuern.

Energie ist also kein echter Game-Changer für Berkshire Hathaway – zumindest noch nicht. Mit der Zeit könnte dieser Geschäftsbereich jedoch zu einem Faktor mit deutlich größerer Auswirkung auf die Gesamtergebnisrechnung heranwachsen. Anleger sollten die Entwicklung des Energiezweigs in den kommenden Quartalsberichten des Konglomerats genau im Auge behalten.

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