ANZEIGE

Warum ein Buffett-inspirierter Fondsmanager auf chinesische Aktien setzt

Niedrige Bewertungen und Founder-Management locken Anleger in den chinesischen Markt.

2 Min
Warum ein Buffett-inspirierter Fondsmanager auf chinesische Aktien setzt

Während die Blicke der Finanzwelt diese Woche auf Washington gerichtet sind, wo Chinas Präsident Xi Jinping zu einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump reist, rückt ein anderer Aspekt Chinas in den Fokus: die Aktienmärkte. Rob Vinall, Fondsmanager bei RV Capital und bekennender Anhänger der Value-Investing-Philosophie von Warren Buffett, sieht derzeit großes Potenzial in chinesischen Aktien. Seine These: Niedrige Bewertungen und das sogenannte Founder-Management – also Unternehmen, die von ihren Gründern geführt werden – machen den Markt attraktiv.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Künstliche Intelligenz wird voraussichtlich ein zentrales Thema des Gipfeltreffens sein, während die beiden größten Volkswirtschaften der Welt um die Führungsrolle in diesem aufstrebenden Technologiesektor konkurrieren. Doch während die USA an der Börse derzeit klar die Nase vorn haben, zeigt sich ein anderes Bild bei den Bewertungen.

Performance-Unterschiede zwischen den Märkten

Der S&P 500 (SPX) liegt im Jahr 2026 um 11,8 Prozent im Plus und zeigt damit eine starke Performance. Der Shanghai Composite (CN: SHCOMP) hingegen notiert mit einem Minus von 0,5 Prozent im negativen Bereich. Diese Schere zwischen den beiden Leitindizes ist für Value-Investoren wie Vinall jedoch kein Grund zur Sorge – im Gegenteil. Gerade die schwächere Performance eröffnet aus seiner Sicht Chancen.

Vinall setzt dabei auf Unternehmen, die von ihren Gründern geführt werden. Dieses sogenannte Founder-Management ist in China weiter verbreitet als in vielen anderen Märkten. Die Idee dahinter: Gründer haben oft ein langfristigeres Denken und sind stärker am Erfolg des Unternehmens interessiert als angestellte Manager. Kombiniert mit niedrigen Bewertungen ergibt sich aus Sicht von Value-Investoren ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

Chinesische Aktien im Value-Investing-Kontext

Der Ansatz von Vinall erinnert stark an die Philosophie von Warren Buffett, der stets betont hat, dass der beste Zeitpunkt zum Kaufen dann ist, wenn andere verkaufen. Chinesische Aktien haben in den vergangenen Jahren unter geopolitischen Spannungen und regulatorischen Eingriffen gelitten. Genau diese Faktoren haben die Bewertungen gedrückt – und damit möglicherweise Einstiegschancen für langfristig orientierte Anleger geschaffen.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Ansatz interessant, da er eine Alternative zu den hoch bewerteten US-Tech-Werten bietet. Während der S&P 500 von wenigen großen Technologieunternehmen getrieben wird, finden sich in China viele Unternehmen aus traditionelleren Branchen, die zu günstigen Kursen gehandelt werden. Allerdings sollten Anleger die geopolitischen Risiken nicht unterschätzen.

Der Gipfel zwischen Xi und Trump könnte richtungsweisend sein. Sollte es zu einer Entspannung der Handelskonflikte kommen, könnten chinesische Aktien deutlich zulegen. Bleiben die Spannungen jedoch bestehen, dürfte der Druck auf den Markt anhalten. Für Value-Investoren wie Vinall ist genau diese Unsicherheit jedoch Teil der Chance – denn sie sorgt für niedrige Einstiegskurse.

Warren BuffettChinesische AktienValue InvestingRv CapitalShanghai CompositeS&P 500Xi JinpingFounder-Management

Meistgelesene News

  1. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  4. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  5. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden

Disclaimer