Bill Ackman baut Milliarden-Position bei Microsoft auf
Bill Ackman baut Milliarden-Position bei Microsoft auf und setzt auf Tech-Sektor

Bill Ackman hat zu Beginn dieses Jahres kräftig in <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft investiert. Der Gründer und CEO von Pershing Square erwarb mehr als 5,65 Millionen Aktien des Windows-Herstellers, die Ende März einen Wert von knapp 2,1 Milliarden Dollar hatten. Der Kauf erfolgte nach Ackmans Worten zu einer „äußerst überzeugenden Bewertung“ und wird als „Kernbeteiligung“ im Portfolio geführt.
Der Einstieg bei Microsoft ist Teil einer breiteren Technologie-Offensive des aktivistischen Hedgefonds. Pershing Square hält derzeit vier Positionen im Technologiesektor: Neben Microsoft sind dies Amazon, Meta Platforms und Uber Technologies. Diese vier Aktien machten Ende letzten Jahres in Dollarwerten bereits 40 Prozent des gesamten Portfolios aus.
Der Microsoft-Kauf im Detail
Im Mai wurde der Microsoft-Zukauf von Pershing Square öffentlich bekannt. Das Unternehmen erwarb zunächst mehr als 5,65 Millionen Aktien. Anschließend verlagerte Pershing Square seine Technologie-Allokation und verkaufte seine relativ kleine Beteiligung am Google-Mutterkonzern Alphabet, um zusätzliche Microsoft-Aktien zu kaufen. Bis Ende Juni stieg die Beteiligung am Windows-Hersteller auf knapp über 6,2 Millionen Aktien im Wert von rund 2,3 Milliarden Dollar.
Der Schritt unterstreicht Ackmans bullische Einschätzung für den gesamten Technologiesektor. In einem Brief an die Aktionäre, der das erste Quartal von Pershing Square als börsennotiertes Unternehmen abdeckte, legte Ackman die Gründe für die Technologie-Wette dar. Er betonte, dass zwei der 24 Industriezweige des S&P 500 in der ersten Jahreshälfte für 85 Prozent der Kursgewinne des Index verantwortlich waren: Halbleiter und IT-Hardware – beides Kernbereiche des Technologiesektors.
Die Investmentstrategie von Pershing Square
In dem Aktionärsbrief führte Ackman auch die zentralen Investitionsprinzipien von Pershing Square auf. Das Unternehmen sucht demnach stets nach Aktien, die „einfach, vorhersehbar und freier Cashflow-generierend sind, mit starken Wettbewerbspositionen, minimaler finanzieller Verschuldung und Abhängigkeit von den Kapitalmärkten sowie geführt von exzellenten Managementteams“.
Microsoft erfüllt diese Kriterien nach Einschätzung von Pershing Square in vollem Umfang. Der Software-Riese verfügt über eine dominante Marktstellung in mehreren Wachstumssegmenten, generiert hohe freie Cashflows und weist eine solide Bilanz auf. Zudem profitiert das Unternehmen von der anhaltenden KI-Revolution, die trotz zwischenzeitlicher Schwankungen als grundsätzlich unaufhaltsam gilt.
Technologie als langfristiger Trend
Ackman setzt darauf, dass die wachsende Nützlichkeit von Technologielösungen für alle Arten von Nutzern – vom Einzelnen bis zum globalen Konzern – die Kundennachfrage hoch halten wird. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die etablierte US-amerikanische Tech-Branche, die sich in der Vergangenheit als außergewöhnlich widerstandsfähig erwiesen hat.
Für Pershing Square ist der Fokus auf den Technologiesektor in letzter Zeit ein zentraler Pfeiler der Investitionsstrategie. Das Unternehmen, das für seine Buy-and-Hold-Strategie bekannt ist, dürfte seine aktuellen Technologie-Beteiligungen nach Einschätzung von Beobachtern für längere Zeit halten. Es ist sogar denkbar, dass in den kommenden Quartalen weitere Tech-Namen hinzugefügt werden.
Die Microsoft-Position ist dabei besonders bemerkenswert, weil sie eine der größten Einzelinvestitionen von Pershing Square darstellt. Mit einem Volumen von über 2 Milliarden Dollar gehört sie zu den Kernbeständen des Portfolios. Ackman selbst bezeichnete den Einstieg als Kauf zu einer „äußerst überzeugenden Bewertung“ – ein Signal, dass er das Kurspotenzial des Software-Riesen auch nach der starken Rallye der vergangenen Jahre noch nicht ausgeschöpft sieht.
