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Goldman Sachs-Aktie: Neue Chance nach dem Kursrutsch vom Hoch?

Goldman Sachs-Aktie fiel vom Hoch, doch neue Impulse durch Milliarden-IPOs könnten den Kurs wieder antreiben.

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Goldman Sachs-Aktie: Neue Chance nach dem Kursrutsch vom Hoch?

Die Aktie von Goldman Sachs hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich. Nach einem 52-Wochen-Tief im Oktober 2025 bei 744 US-Dollar kletterte der Kurs zwischenzeitlich auf ein Hoch von 1.152 US-Dollar im Juli 2026. Aktuell notiert das Papier bei rund 942 US-Dollar – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Tief, aber ein Rückgang von 18 Prozent vom Hoch. Für Anleger stellt sich die Frage, ob sich hier erneut eine Einstiegschance bietet.

Der ursprüngliche Kursrutsch im Herbst 2025 war nach Einschätzung von Analysten weniger auf fundamentale Schwächen des Unternehmens zurückzuführen, sondern vielmehr auf makroökonomische Belastungsfaktoren. Dazu gehörten die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China, eine längere Haushaltssperre der US-Bundesregierung sowie hawkishe Äußerungen des damaligen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu den Zinserwartungen. Die Geschäftszahlen von Goldman Sachs selbst waren zu diesem Zeitpunkt bereits stark: Der Umsatz stieg im dritten Quartal 2025 um 20 Prozent, die Gewinne legten im Jahresvergleich um 46 Prozent zu.

Ein Rekordquartal treibt den Kurs nach oben

Der eigentliche Kurssprung erfolgte im zweiten Quartal 2026. Goldman Sachs legte außergewöhnliche Ergebnisse vor, die die Aktie auf ihr 52-Wochen-Hoch trieben. Der Umsatz schnellte um 39 Prozent auf 20,3 Milliarden US-Dollar nach oben. Besonders das Investment Banking glänzte mit einem Umsatzplus von 55 Prozent. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 20,98 US-Dollar – ein Anstieg von 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Hintergrund dieser Entwicklung war ein Rekordjahr für Fusionen und Übernahmen (M&A). In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 wurden weltweit Geschäfte im Wert von rund 2,8 Billionen US-Dollar abgeschlossen, was einem jährlichen Anstieg von 48 Prozent entspricht. Keine Finanzinstitution profitiert nach Einschätzung von Marktbeobachtern stärker von M&A als Goldman Sachs. Die Bank generiert typischerweise einen größeren Anteil ihres Umsatzes aus dem Investment Banking als ihre breiter aufgestellten Wettbewerber.

Einen zusätzlichen Schub erhielt Goldman Sachs durch den Börsengang von SpaceX im Juni 2026, bei dem die Bank als Lead Advisor fungierte. Der SpaceX-IPO war der größte Börsengang der Geschichte und bescherte Goldman Sachs Gebühren in Höhe von 100 Millionen US-Dollar.

Der nächste große IPO steht bevor

Goldman Sachs ist nun erneut als einer der Lead Advisors für einen weiteren Blockbuster-Börsengang engagiert. Der IPO des KI-Unternehmens Anthropic soll Berichten zufolge im Oktober 2026 stattfinden und wird voraussichtlich sogar noch größer ausfallen als das Debüt von SpaceX. Goldman Sachs dürfte ähnliche, wenn nicht sogar höhere Gebühren generieren. Dies sollte der Bank im vierten Quartal einen weiteren positiven Impuls verleihen.

Der jüngste Kursrückgang von 18 Prozent seit dem Juli-Hoch ist nach Ansicht von Analysten auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Dazu zählen Gewinnmitnahmen, aber auch die jüngste Zinserhöhung der Fed sowie Kommentare des Managements über ein mögliches Nachlassen der Handelsumsätze im dritten Quartal.

Bewertung bietet Spielraum

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 12,7 auf Basis der erwarteten Gewinne handelt die Goldman Sachs-Aktie derzeit mit einem relativen Abschlag. Für Anleger, die auf das Investment-Banking-Geschäft setzen wollen, könnte dies eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen – insbesondere mit Blick auf den bevorstehenden Anthropic-IPO. Die Kombination aus einem boomenden M&A-Markt und der starken Positionierung von Goldman Sachs in diesem Segment spricht für weiteres Potenzial.

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