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Venezuela schließt Öl-Deal mit TotalEnergies nach Maduro-Sturz

Interimspräsidentin Delcy Rodriguez unterzeichnet MoU mit französischem Ölkonzern – jüngste Ölvereinbarung seit Machtwechsel.

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Venezuela schließt Öl-Deal mit TotalEnergies nach Maduro-Sturz

Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodriguez hat am Samstag ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem französischen Öl- und Gaskonzern TotalEnergies unterzeichnet. Dies berichten lokale Medien übereinstimmend. Es handelt sich um die jüngste von mehreren Ölvereinbarungen zwischen multinationalen Konzernen und der neuen Regierung Venezuelas.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines grundlegenden politischen Wandels in dem südamerikanischen Land. Die USA hatten im Januar den ehemaligen Präsidenten Nicolas Maduro gestürzt, was den Weg für eine neue Regierung unter Interimspräsidentin Rodriguez ebnete. Seither bemüht sich Caracas um eine Neuausrichtung seiner Ölpolitik und die Wiederannäherung an internationale Energiekonzerne.

Details zum konkreten Geschäft mit TotalEnergies lagen zunächst nicht vor. Weder das Volumen noch die genauen Inhalte der Vereinbarung wurden bislang öffentlich gemacht. Beobachter rechnen jedoch mit weiteren Informationen in den kommenden Tagen.

Neue Ölpartnerschaften nach politischem Umbruch

Die Unterzeichnung mit TotalEnergies reiht sich ein in eine Serie von Abkommen, die die neue venezolanische Führung mit internationalen Ölgesellschaften geschlossen hat. Seit dem Sturz von Maduro bemüht sich die Interimsregierung um eine rasche Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie, die unter den jahrelangen Sanktionen und Misswirtschaft massiv gelitten hatte.

Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Das Land war einst einer der führenden Ölexporteure, bevor Produktion und Exporte unter Maduro drastisch einbrachen. Die neue Regierung setzt nun auf Kooperationen mit westlichen Energiekonzernen, um die Fördermengen wieder zu steigern und dringend benötigte Deviseneinnahmen zu generieren.

TotalEnergies ist einer der größten Öl- und Gaskonzerne Europas und bereits in mehreren Ländern Lateinamerikas aktiv. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits Engagements in Venezuela, die jedoch unter der Maduro-Regierung weitgehend zum Erliegen kamen.

Ausblick für den venezolanischen Ölmarkt

Die Wiederannäherung internationaler Konzerne an Venezuela könnte langfristig zu einer deutlichen Steigerung der Ölproduktion führen. Analysten sehen darin ein positives Signal für die Energiemärkte, auch wenn konkrete Zahlen und Zeitpläne noch fehlen. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da TotalEnergies an der Pariser Börse notiert ist und auch in deutschen Depots zu finden ist.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob weitere Details zu dem Abkommen bekannt gegeben werden und ob weitere internationale Ölkonzerne ähnliche Vereinbarungen mit Caracas treffen werden.

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