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US-Kreditprobleme steigen leicht: New York Fed warnt vor Hypothekenausfällen

Gesamtschulden der US-Haushalte erreichen 18,8 Billionen Dollar – Studiendarlehen bleiben kritischer Bereich.

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US-Kreditprobleme steigen leicht: New York Fed warnt vor Hypothekenausfällen

Die Kreditprobleme amerikanischer Haushalte haben sich im vierten Quartal 2025 leicht verschärft, bleiben jedoch auf einem historisch niedrigen Niveau. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Federal Reserve Bank of New York hervor. Besonders besorgniserregend: In einkommensschwachen Regionen beschleunigen sich die Hypothekenausfälle deutlich, während Studiendarlehen weiterhin der kritischste Bereich bleiben.

Die Gesamtverschuldung der US-Haushalte kletterte im vierten Quartal auf 18,8 Billionen Dollar – ein Anstieg von 191 Milliarden Dollar oder einem Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutet dies einen Zuwachs von 740 Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Stand vor der Corona-Pandemie Ende 2019 liegt die Verschuldung um beachtliche 4,6 Billionen Dollar höher.

Die Verzugsrate bei Hypotheken stieg im vierten Quartal auf 1,4 Prozent, nachdem sie im dritten Quartal noch bei 1,09 Prozent gelegen hatte. Ökonomen der New York Fed betonen jedoch, dass Hypotheken im historischen Vergleich weiterhin eine gute Performance aufweisen. Während der COVID-19-Pandemie waren die Verzugsraten auf künstlich niedrige Niveaus gefallen und normalisieren sich nun wieder.

Zweigeteilte Entwicklung am Kreditmarkt

Der Bericht offenbart eine wachsende Kluft zwischen verschiedenen Einkommensschichten. Während Haushalte mit höherem Einkommen von gestiegenen Vermögenswerten wie Immobilien und Aktien profitieren und die Wirtschaft durch ihre Konsumausgaben stützen, geraten Menschen im unteren Einkommensspektrum zunehmend unter Druck. Fed-Chef Jerome Powell erklärte Ende Januar, dass einkommensschwächere Haushalte ihre Ausgaben "ökonomisieren" müssten.

In Regionen mit sich verschlechternden Arbeitsmärkten oder schwachen Wohnungsmärkten nehmen die Hypothekenausfälle "in hohem Tempo" zu, wie die Ökonomen der New York Fed warnen. Dies verdeutlicht, dass trotz der insgesamt robusten US-Wirtschaft eine wachsende Zahl von Menschen angesichts eines sich abkühlenden Arbeitsmarktes und hoher Lebenshaltungskosten vor erheblichen Herausforderungen steht.

Studiendarlehen bleiben Problembereich

Besonders kritisch bleibt die Situation bei Studiendarlehen. Hier sind 9,6 Prozent der Kredite drei Monate oder länger im Verzug – der höchste Wert aller Kreditkategorien. Die Gesamtsumme der Studiendarlehen erreichte 1,7 Billionen Dollar, ein Plus von 11 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorquartal. Der Zufluss in ernsthafte Zahlungsverzüge lag bei beachtlichen 16,2 Prozent, verglichen mit nur 0,7 Prozent im Vorquartal.

Diese dramatische Entwicklung spiegelt die anhaltenden Auswirkungen der Wiederaufnahme der Rückzahlungspflicht nach der verlängerten pandemiebedingten Stundungsperiode wider. Während der Corona-Krise hatten viele Kreditnehmer von Zahlungsaussetzungen profitiert – nun müssen sie wieder zahlen, was viele überfordert.

Kreditkarten und Autokredite im Aufwind

Auch bei anderen Kreditarten zeigt sich ein Anstieg: Die Kreditkartensalden kletterten um 44 Milliarden Dollar auf 1,3 Billionen Dollar. Autokredite stiegen um 12 Milliarden auf 1,7 Billionen Dollar. Insgesamt waren im vierten Quartal 4,8 Prozent aller Kredite in irgendeiner Form notleidend, verglichen mit 4,5 Prozent im dritten Quartal.

Ein Analyst der New York Fed betonte in einer Telefonkonferenz, dass sich die Verzugsraten insbesondere bei Nicht-Hypothekenschulden "stabilisiert oder eingependelt" hätten. Die allgemeine Übergangsrate in ernsthafte Zahlungsverzüge lag bei 3,3 Prozent für alle Kredite, deutlich über den 1,7 Prozent aus dem Schlussquartal 2024.

Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung relevant, da die Kreditqualität amerikanischer Haushalte wichtige Rückschlüsse auf die Stabilität der US-Wirtschaft und damit auch auf die globalen Finanzmärkte zulässt.

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