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Südkorea und USA nähern sich bei Zöllen an

Gespräche in Washington bringen Fortschritte und neue Investitionsperspektiven

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 Südkorea und USA nähern sich bei Zöllen an

Südkorea und die Vereinigten Staaten haben sich auf die Grundzüge eines Zollpakets verständigt. Das teilten beide Seiten nach der ersten Gesprächsrunde in Washington mit. Dabei nahmen der US-Finanzminister Scott Bessent, der Handelsvertreter Jamieson Greer sowie Südkoreas Finanzminister Choi Sang Mok und Industrieminister Ahn Duk Geun teil. Ziel der Gespräche war es, eine Lösung für die Anfang April von der US-Regierung verhängten, später für 90 Tage ausgesetzten Zölle zu finden. Bessent äußerte sich zuversichtlich und erklärte, die Gespräche könnten schneller als erwartet zu einer Einigung führen.

Konkrete Details zu den Inhalten der Verhandlungen wurden bislang nicht veröffentlicht. Beide Seiten äußerten sich zurückhaltend zu den Bereichen, in denen eine Einigung erzielt worden sein könnte. Aus südkoreanischer Sicht besteht jedoch Hoffnung, dass es noch vor Ablauf der 90-tägigen Frist zu einem verbindlichen Abkommen kommt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Yonhap rechnet Seoul mit einem sogenannten „Juli-Paket“, das die vollständige Abschaffung der Zölle zum Ziel haben soll.

Im Zuge der Gespräche wurden offenbar auch Kooperationsmöglichkeiten in der Schiffbauindustrie erörtert. Zudem stellte die südkoreanische Delegation Investitionen in den Vereinigten Staaten in Aussicht. Diese Initiativen könnten Teil eines umfassenderen wirtschaftlichen Ausgleichs sein, der zur Deeskalation der aktuellen Handelsspannungen beitragen soll. Für Südkorea, das ähnlich wie Deutschland stark auf den Export ausgerichtet ist, haben Zölle spürbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität.

Die Maßnahmen der US-Regierung unter Donald Trump hatten weltweit für Verunsicherung gesorgt. Anfang April waren zusätzliche Zölle gegen eine Vielzahl von Ländern verhängt worden. Als Begründung wurden ökonomische Argumente angeführt, deren Plausibilität in Fachkreisen angezweifelt wird. Die daraus resultierenden Belastungen für die Weltwirtschaft fielen deutlich aus. Lediglich gegenüber China bleiben Sonderzölle in Kraft, die bis zu 145 Prozent betragen.

Die Handelsgespräche zwischen den USA und Südkorea gelten daher als Signal für eine mögliche Entspannung im transatlantischen Wirtschaftsdialog. Beide Regierungen bemühen sich augenscheinlich um einen gangbaren Weg, um eine Eskalation im Handelskonflikt zu vermeiden. Derzeit ruhen die Zölle vorübergehend, doch die Uhr tickt. Eine Einigung noch innerhalb der festgelegten Frist gilt als entscheidend für die wirtschaftliche Planungssicherheit beider Länder.

USASüdkorea HandelZölleGeldpolitik

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