ANZEIGE

Norwegischer Staatsfonds rutscht tief ins Minus

Tech-Aktien, Währungseffekte und US-Fokus belasten das Milliardenportfolio

2 Min
 Norwegischer Staatsfonds rutscht tief ins Minus

Der norwegische Staatsfonds hat im ersten Quartal des Jahres einen erheblichen Verlust verzeichnet. Wie der Fonds mitteilte, belief sich das Minus auf 415 Milliarden Kronen, was umgerechnet rund 35 Milliarden Euro entspricht. Hauptursache für den Wertverlust waren deutliche Kursverluste bei US-amerikanischen Technologieunternehmen wie Apple, Amazon und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft. Der Fonds-Chef Nicolai Tangen erklärte, das Quartal sei von starken Marktschwankungen geprägt gewesen.

Insbesondere die Aktienanlagen entwickelten sich negativ, wobei der Fonds betonte, dass mehr als die Hälfte der Vermögenswerte in den USA investiert sei. Der Staatsfonds hält Anteile an großen US-Techkonzernen, darunter Apple, Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla. Diese Unternehmen werden häufig unter dem Begriff „Glorreiche Sieben“ zusammengefasst. Sie galten lange Zeit als Wachstumstreiber der US-Börsen Nasdaq und S&P 500. In jüngster Zeit jedoch verloren sie im Zuge des von Donald Trump entfachten Handelskonflikts und der zunehmenden Konkurrenz aus China im Bereich der Künstlichen Intelligenz deutlich an Börsenwert.

Neben den Kursverlusten belasteten auch Währungseffekte den norwegischen Staatsfonds. Die norwegische Krone legte gegenüber mehreren wichtigen Währungen, darunter dem US-Dollar, an Wert zu. Dies hatte zur Folge, dass sich der Fondswert zusätzlich verringerte. Insgesamt sank der Wert des Fonds durch diese Wechselkursveränderungen um 879 Milliarden Kronen. Die Gesamtrendite der Kapitalanlagen betrug im ersten Quartal minus 0,6 Prozent. Während die Aktienanlagen eine negative Rendite von 1,6 Prozent verzeichneten, konnten festverzinsliche Wertpapiere im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent zulegen.

Zum Quartalsende bestand das Portfolio des Fonds zu 70 Prozent aus Aktien und zu 27,7 Prozent aus Anleihen. Trotz der Verluste bleibt der norwegische Staatsfonds mit einem Gesamtvolumen von 18,526 Billionen Kronen beziehungsweise 1,56 Billionen Euro der größte seiner Art weltweit. Er finanziert sich aus den Einnahmen staatlicher Öl- und Gasunternehmen und dient dazu, zukünftige Ausgaben des norwegischen Sozialstaats abzusichern. Der Fonds investiert ausschließlich im Ausland und hält Beteiligungen an nahezu 9.000 Unternehmen weltweit. Dabei unterliegt er ethischen und nachhaltigen Vorgaben, etwa in Bezug auf Menschenrechte und Umweltstandards.

NorwegenFinanzenAktienmarktTechnologieInvestitionen

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer