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Deutsche Wirtschaft fürchtet Folgen durch Trump-Zölle

Besonders Maschinenbauer und Exporteure sehen ihre Geschäfte zunehmend gefährdet

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 Deutsche Wirtschaft fürchtet Folgen durch Trump-Zölle

Die deutsche Wirtschaft blickt mit wachsender Sorge auf die politische Ausrichtung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Eine aktuelle Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung unter 800 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und der Informationswirtschaft zeigt, dass mehr als 80 Prozent der Befragten mit negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft rechnen. Noch im Dezember 2024 lag dieser Wert bei 75 Prozent. Besonders betroffen sehen sich exportorientierte Unternehmen, insbesondere in den Branchen Maschinenbau und Fahrzeugbau.

Rund 20 Prozent der Unternehmen erwarten inzwischen sogar „sehr negative“ Effekte. Gleichzeitig geht nur eine kleine Minderheit von weniger als zehn Prozent davon aus, dass sich die neue US-Politik positiv auf die deutsche Wirtschaft auswirken könnte. Präsident Trump hatte nach seinem Amtsantritt am 20. Januar umfangreiche Zölle auf Einfuhren aus zahlreichen Ländern verhängt. Die daraus resultierenden Verwerfungen im internationalen Handel bereiten vielen deutschen Firmen große Sorgen.

Neben den generellen Erwartungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung äußern die Unternehmen auch konkrete Befürchtungen in Bezug auf den eigenen Geschäftserfolg. In der Informationswirtschaft rechnen 40 Prozent der Betriebe mit negativen Auswirkungen – doppelt so viele wie noch Ende 2024. In der Industrie ist der Pessimismus sogar noch ausgeprägter: Hier gehen 46 Prozent der Unternehmen von negativen Folgen für das eigene Geschäft aus, 64 Prozent befürchten Nachteile für ihre gesamte Branche.

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage hängt dabei stark von der Exporttätigkeit der Firmen ab. Unternehmen mit direktem Export in die Vereinigten Staaten sehen sich besonders betroffen. Im Verarbeitenden Gewerbe erwarten 50 Prozent der Firmen mit US-Exporten eine Verschlechterung ihrer Lage. Doch auch unter den Unternehmen ohne direkte Geschäftsbeziehungen in die USA rechnen 42 Prozent mit negativen Effekten.

Eine branchenspezifische Auswertung der Umfrage ergibt, dass Maschinen- und Fahrzeugbauer die höchsten Risiken sehen. In diesen Bereichen erwartet mehr als jedes zweite Unternehmen eine Verschlechterung der eigenen Geschäftslage. Etwas weniger betroffen zeigen sich Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Chemie- und Pharmabranche sowie dem übrigen Verarbeitenden Gewerbe. Den geringsten Anteil an pessimistischen Einschätzungen verzeichnen Mediendienstleister: Hier gehen nur 27 Prozent der Unternehmen von negativen Auswirkungen aus.

DeutschlandUSADonald TrumpZölleFinanzenIndustrie

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