Citi sieht begrenzte Euro-Gewinne trotz EZB-Zinserhöhung
EZB erhöht Leitzins um 25 Basispunkte – Citi erwartet nur begrenzte EUR/USD-Aufwertung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird diese Woche voraussichtlich eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte beschließen. Dies entspricht sowohl den aktuellen Markterwartungen als auch den Prognosen von Citi Economics, wie aus einem aktuellen Forschungsbericht der US-Großbank hervorgeht.
Die Zinserhöhung ist bereits vollständig in den Overnight-Indexed-Swaps eingepreist, die bei 25,1 Basispunkten notieren. Dies deutet darauf hin, dass die reine Maßnahme allein keine nennenswerte Reaktion auf dem Devisenmarkt auslösen wird. Ein Anstieg des Leitzinses auf 2,5 Prozent liege weiterhin im neutralen Bereich, so die Analysten von Citi.
Hawkische Risiken dominieren die EZB-Sitzung
Die Risiken für die anstehende Sitzung sind nach Einschätzung von Citi eher hawkisch gewichtet. Die internen Projektionen der EZB könnten die Inflationsprognosen nach oben revidieren. Die jüngsten starken Konjunkturdaten aus der Europäischen Union sowie positive Überraschungen sollten zudem Bedenken hinsichtlich eines stagflationären Politikfehlers ausräumen, bemerkte die Bank.
Eine hawkische Entscheidung könnte jedoch trotz des Potenzials für nach oben korrigierte Inflationsrevisionen nur begrenzten Einfluss auf den Wechselkurs von EUR/USD haben. Die Markterwartungen spiegeln bereits eine hawkische Haltung der Notenbank wider: Zwei weitere Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte sind für Dezember 2026 und Juni 2027 eingepreist.
Grenzen für weitere EUR/USD-Gewinne
Citi erklärte, der Markt werde es schwierig finden, allein auf Basis der geldpolitischen Guidance weitere Aufwertungsprämien in die Zinskurve einzupreisen. Stattdessen seien tatsächliche Wirtschaftsdaten und geopolitische Entwicklungen erforderlich, um nachhaltige Impulse zu liefern. Dies sollte den Aufwärtstrend bei EUR/USD über die anfänglichen Reaktionen auf die Zinsbekanntgabe hinaus begrenzen.
Für deutsche Anleger bedeutet dies: Die erwartete Zinserhöhung der EZB ist weitgehend eingepreist, und selbst eine hawkischere Tonlage der Notenbank dürfte dem Euro nur kurzfristig Auftrieb verleihen. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Devisenpaares werden vielmehr die realwirtschaftlichen Daten aus der Eurozone und die geopolitische Großwetterlage sein.
Der Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von einem Redakteur geprüft.
