Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an
Europäische Börsen starten verhalten – Telekom-Aktie steigt nach Elliott-Einstieg

Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am frühen Donnerstagshandel weitgehend unverändert. Der Stoxx 600, der breiteste Index der Region, steigt minimal um 0,05 Prozent. Während Medien- und Gesundheitsaktien leichte Zugewinne verzeichnen, bleibt die Gesamtstimmung verhalten.
In Deutschland legt der DAX um 0,1 Prozent zu. Größter Gewinner im deutschen Leitindex ist die Deutsche Telekom, deren Aktie um 1,55 Prozent steigt. Auslöser ist ein Bericht, wonach die aktivistische Investmentgruppe Elliott Investment Management einen Anteil am Bonner Telekommunikationskonzern übernommen hat. Elliott ist bekannt dafür, bei Beteiligungen auf strategische Veränderungen und höhere Renditen zu drängen.
Uneinheitliche Entwicklung in den europäischen Kernmärkten
Anders sieht es in Frankreich aus: Der CAC 40 gibt um 0,1 Prozent nach. Belastet wird der Pariser Index vor allem von schwächeren Luxusaktien. Der Branchenriese LVMH verliert ein Prozent. Der Luxusgütersektor, der für den französischen Markt eine besonders hohe Bedeutung hat, steht damit weiter unter Druck.
Der britische FTSE 100 bleibt unverändert. Hier zeigen sich gegenläufige Bewegungen: Bergbauunternehmen können sich nach den jüngsten Verlusten leicht erholen. Auf der anderen Seite fallen Finanzdienstleister, angeführt von einem deutlichen Rückgang der M&G-Aktie um 2,45 Prozent.
In Italien verharrt der FTSE MIB ebenfalls auf dem Niveau des Vortages. Der spanische IBEX 35 hingegen kann um 0,3 Prozent zulegen. Besonders auffällig ist hier die Entwicklung der Stahlgruppe Acerinox, deren Aktie um 3,63 Prozent ansteigt. Der niederländische AEX notiert unverändert.
Asiatische Märkte: Japan erholt sich leicht
Auch aus Asien gibt es positive Signale. Die japanischen Aktienkurse liegen im frühen Handel höher, da die jüngsten Verkäufe nachlassen. Handelshäuser und Finanzaktien führen die Gewinne an. Mitsubishi Corp. verzeichnet einen deutlichen Anstieg, Nomura Holdings legt um 2,5 Prozent zu.
Der Nikkei-Aktienindex steigt um 0,1 Prozent auf 64.373,74 Punkte. Der Dollar notiert bei 158,94 Yen, nachdem er am Mittwoch zum Tokioter Börsenschluss noch bei 159,63 Yen gelegen hatte. Grund für die Dollar-Schwäche sind schwächer als erwartet ausgefallene Daten zum privaten Beschäftigungssektor in den USA.
Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen fällt um 4,5 Basispunkte auf 2,965 Prozent. Anleger verfolgen weiterhin aufmerksam die Anleiherenditen, die Rohölpreise sowie die Entwicklungen im Iran-Konflikt.
