Saudische Ölpipeline soll nach Angriff bald wiedereröffnet werden
Saudische Ost-West-Pipeline soll nach Angriff bald wieder in Betrieb gehen

Die strategisch bedeutsame Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien soll nach einem Angriff Ende vergangener Woche „bald“ wieder in Betrieb gehen. Dies erklärte US-Energieminister Chris Wright am Montag in einem Interview mit Bloomberg Television. Die Pipeline war nach einem Angriff geschlossen worden, bei dem es zu Brand- und ausgedehnten Rußschäden an einer Pumpstation kam.
Der Angriff auf die kritische Infrastruktur ereignete sich am 13. September. Aufnahmen zeigten Brand- und Rußschäden an der Pumpstation der Ost-West-Pipeline. Die Pipeline ist von zentraler Bedeutung für die saudische Ölstrategie, da sie eine Umgehung der strategisch verwundbaren Straße von Hormus ermöglicht.
Hintergrund und Bedeutung der Pipeline
Die Ost-West-Pipeline, auch als Petroline bekannt, verbindet die Ölfelder im Osten Saudi-Arabiens mit dem Roten Meer im Westen. Sie hat eine Kapazität von rund fünf Millionen Barrel pro Tag. Damit bietet sie eine wichtige Alternative zum Transport durch die Straße von Hormus, die immer wieder Schauplatz geopolitischer Spannungen ist.
Für den globalen Ölmarkt ist die schnelle Wiederinbetriebnahme der Pipeline von großer Bedeutung. Sollte die Pipeline länger ausfallen, müsste ein größerer Teil des saudischen Öls durch die Straße von Hormus transportiert werden, was die Lieferketten anfälliger machen würde.
Aktueller Stand der Reparaturen
US-Energieminister Wright zeigte sich zuversichtlich, dass die Schäden zeitnah behoben werden können. „Ich denke, Sie werden diese Pipeline bald wieder in Betrieb sehen“, sagte Wright im Interview. Man habe den Schaden sehr sorgfältig bewertet und geprüft, was zu tun sei. „Ich denke, dass hierin sehr bald mehr Klarheit herrschen wird“, so der Minister weiter.
Die genauen Umstände des Angriffs sowie der Zeitplan für die vollständige Wiederinbetriebnahme wurden von Wright nicht näher spezifiziert. Die Pipelinebetreiber arbeiten eigenen Angaben zufolge mit Hochdruck an der Behebung der Schäden.
Auswirkungen auf den Ölmarkt
Die vorübergehende Schließung der Pipeline hatte bereits für Bewegung an den internationalen Ölmärkten gesorgt. Analysten beobachten die Situation genau, da Saudi-Arabien als einer der größten Ölproduzenten der Welt eine Schlüsselrolle für die globale Energieversorgung spielt.
Die Ost-West-Pipeline ist nicht die einzige kritische Infrastruktur in der Region, die in den vergangenen Jahren Ziel von Angriffen wurde. Die Spannungen im Nahen Osten haben wiederholt zu Störungen der Ölversorgung geführt und die Bedeutung von Alternativrouten unterstrichen.
Für deutsche Anleger und die europäische Energieversorgung ist die Entwicklung relevant, da Europa weiterhin auf Ölimporte aus der Region angewiesen ist. Eine stabile Ölversorgung aus Saudi-Arabien trägt zur Preissicherheit auf den Weltmärkten bei.
