ANZEIGE

Saks Global streicht 640 Stellen im Zuge des Insolvenzverfahrens

Der US-Luxushändler baut 16% der Verwaltungsstellen ab, um das laufende Insolvenzverfahren noch 2026 abzuschließen.

•• 1 Min
Saks Global streicht 640 Stellen im Zuge des Insolvenzverfahrens

Saks Global, der amerikanische Luxuseinzelhändler, entlässt rund 640 Verwaltungsmitarbeiter. Das entspricht etwa 16% der Verwaltungsbelegschaft und weniger als 4% der gesamten Mitarbeiterzahl. Das Unternehmen will damit das laufende Insolvenzverfahren noch in diesem Jahr zum Abschluss bringen, wie eine mit der Situation vertraute Person berichtet.

Die Stellenstreichungen betreffen ausschließlich Verwaltungspositionen. Mitarbeiter in den Einzelhandelsgeschäften sowie in den Logistikzentren sind von den Kürzungen nicht betroffen. Stand Januar 2026, als Saks Global Gläubigerschutz beantragte, beschäftigte das Unternehmen insgesamt rund 17.000 Mitarbeiter.

Hintergrund: Insolvenz und Übernahme von Neiman Marcus

Die aktuellen Stellenstreichungen haben zwei wesentliche Ursachen. Ein Teil der Entlassungen resultiert aus dem Rückzug des Unternehmens aus bestimmten Geschäftsbereichen sowie aus der Rationalisierung der Betriebsabläufe. Ein weiterer Teil ist die direkte Folge der Übernahme des Luxuskaufhauses Neiman Marcus im Jahr 2024, die strukturelle Anpassungen im gesamten Konzern nach sich zieht.

CEO Geoffroy van Raemdonck erklärte in einer offiziellen Mitteilung: „Die strategischen Änderungen, die wir an unserer Unternehmensstruktur vornehmen, unterstützen die künftigen Anforderungen des Geschäfts, das über eine geringere operative Präsenz verfügen wird." Die Aussage verdeutlicht, dass Saks Global bewusst auf eine schlankere Organisationsstruktur setzt, um das Unternehmen langfristig neu aufzustellen.

Bedeutung für den US-Luxushandel

Saks Global gehört zu den bekanntesten Namen im amerikanischen Luxuseinzelhandel. Die Insolvenzanmeldung Anfang 2026 und die anschließenden Stellenabbaumaßnahmen zeigen, wie stark der Druck auf stationäre Luxushändler in den USA gestiegen ist. Die Kombination aus verändertem Konsumverhalten, wachsendem Online-Wettbewerb und den Integrationskosten der Neiman-Marcus-Übernahme belasten das Unternehmen erheblich.

Für deutsche Anleger und Beobachter des internationalen Einzelhandels ist der Fall Saks Global ein weiteres Beispiel dafür, dass selbst etablierte Luxusmarken nicht immun gegen strukturelle Herausforderungen im Handel sind. Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenderen Restrukturierungsplans, dessen Ziel es ist, das Unternehmen bis Ende des Jahres wieder auf eine solide operative Basis zu stellen.

Saks GlobalInsolvenzStellenabbauNeiman MarcusLuxuseinzelhandelRestrukturierungEntlassungen

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer