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PepsiCo senkt Prognose: Nordamerika-Geschäft bremst trotz internationaler Erfolge

Der US-Getränke- und Snackriese kappt seine Jahresziele, weil die Erholung im wichtigen Heimatmarkt nur schleppend vorankommt.

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PepsiCo senkt Prognose: Nordamerika-Geschäft bremst trotz internationaler Erfolge

Der US-Getränke- und Snackriese PepsiCo steht vor einer schwierigen Phase. Während das internationale Geschäft weiterhin solide Ergebnisse liefert, verläuft die Erholung auf dem wichtigen nordamerikanischen Heimatmarkt deutlich schleppender als geplant. Wegen dieser anhaltenden Schwäche hat das Unternehmen seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Für Anleger ist das ein klares Signal, dass der Druck im Kerngeschäft noch nicht überwunden ist.

Im dritten Quartal übertraf PepsiCo zwar die Erwartungen der Analysten: Der Nettogewinn stieg auf 3,05 Milliarden US-Dollar, was 2,23 Dollar pro Aktie entspricht. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 2,6 Milliarden Dollar oder 1,90 Dollar pro Aktie verdient. Der Nettoumsatz wuchs um 5,6 Prozent auf 25,27 Milliarden Dollar, während das organische Umsatzwachstum bei 3,1 Prozent lag. Trotz dieser soliden Zahlen korrigierte der Konzern seine Ziele für 2026 nach unten.

Das bereinigte Ergebnis pro Aktie soll nun nur noch um 1 bis 2 Prozent wachsen – zuvor hatte das Management 4 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt. Auch die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum wurden auf etwa 3 Prozent angepasst. Diese Revision verdeutlicht, wie stark die schwache Entwicklung in Nordamerika auf die Gesamtziele durchschlägt.

Druck im nordamerikanischen Kerngeschäft

Die Kernprobleme liegen in den USA: Im dritten Quartal blieben die Volumina im nordamerikanischen Snack-Geschäft flach, während sie im Getränkebereich um 2 Prozent zurückgingen. CFO Steve Schmitt betonte, dass die operative Marge in Nordamerika auch im vierten Quartal unter Druck bleiben werde. Die operative Kernmarge des Konzerns sank im dritten Quartal um 35 Basispunkte auf 16,5 Prozent. Analyst Nik Modi von RBC Capital Markets kritisiert insbesondere das Getränkeportfolio und warnt, dass PepsiCo weiterhin Marktanteile an Konkurrenten wie Coca-Cola und Keurig Dr Pepper verliere.

Um gegenzusteuern, kündigte CEO Ramon Laguarta zusätzliche strukturelle Kostensenkungen an. Mit den eingesparten Mitteln sollen Investitionen in Innovation und Marketing finanziert werden. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des Drucks durch den aktivistischen Investor Elliott Investment Management, der vor einem Jahr einen Anteil von rund 4 Milliarden Dollar erworben hatte. Um die Nachfrage anzukurbeln, hatte PepsiCo im Februar die Preise für Marken wie Lay’s und Doritos um bis zu 15 Prozent gesenkt.

Angesichts steigender Inputkosten und einer drohenden neuen Inflationswelle plant das Management nun jedoch wieder gezielte Preisanpassungen. Der Spagat zwischen günstigeren Preisen zur Stimulierung der Nachfrage und höheren Kosten bleibt damit eine zentrale Herausforderung für den Konzern.

Branchenweite Herausforderungen und Ausblick

Die Schwierigkeiten sind branchenweit spürbar: Auch Wettbewerber wie General Mills oder Conagra kämpfen mit inflationsbedingter Kaufzurückhaltung und dem wachsenden Einfluss von GLP-1-Abnehmmedikamenten. PepsiCo reagiert darauf mit einer Ausweitung proteinreicher Produkte und funktionaler Getränke. Damit will sich das Unternehmen an veränderte Konsumgewohnheiten anpassen und neue Wachstumsfelder erschließen.

Während Laguarta auf erste „grüne Triebe“ bei der organischen Umsatzentwicklung in Nordamerika verweist, mahnen Investoren wie David Wagner von Aptus Capital Advisors zur Eile. Die kommenden Quartale müssten eine deutliche Trendwende zeigen, da die Geduld von Vorstand und Investoren begrenzt sei. Für deutsche Anleger, die über US-Aktien oder entsprechende ETFs engagiert sind, bleibt PepsiCo damit ein Titel, der kurzfristig vor allem von der Stabilisierung des nordamerikanischen Geschäfts abhängt.

Zusammenfassend steht der Konzern vor einer Bewährungsprobe: Solide internationale Ergebnisse und ein solides Quartalsergebnis treffen auf eine hartnäckige Schwäche im größten Markt. Ob die Kostensenkungen, Preisanpassungen und die Neuausrichtung des Produktportfolios ausreichen, um die Trendwende einzuleiten, dürfte sich in den nächsten Berichtsperioden entscheiden.

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