Omnia erhält Milliarden-Übernahmeangebot von indischer Solar Group
21,8 Mrd. Rand: Indische Solar Group will den JSE-Konzern Omnia komplett übernehmen und von der Börse nehmen.

Das an der JSE und A2X notierte südafrikanische Unternehmen Omnia hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 21,8 Milliarden Rand erhalten. Die indische Solar Industries India bietet über ihre Tochtergesellschaft Solar SA Investments 134,50 Rand pro Aktie in einer reinen Bartransaktion. Nach Abschluss der Übernahme sollen die Aktien von Omnia von der JSE und A2X delistet werden.
Das Angebot kommt nur wenige Tage, nachdem Omnia die Aktionäre am 11. September über Gespräche mit einer damals noch nicht genannten Partei informiert hatte. Solar SA Investments ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Solar Overseas Mauritius, die wiederum vollständig dem indischen Sprengstoff- und Zündsystemhersteller Solar Industries India gehört.
Attraktive Aufschläge für Aktionäre
Mit 134,50 Rand pro Aktie bietet die Transaktion einen Aufschlag von 30,98 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von 102,69 Rand am 10. September. Gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittspreis der letzten 30 Tage bis zum 10. September in Höhe von 99,09 Rand beträgt der Aufschlag 35,73 Prozent. Besonders deutlich fällt der Aufschlag von 70,69 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs von 78,80 Rand am 31. Dezember 2024 aus.
Der Verwaltungsrat von Omnia beabsichtigt, den Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen. Dies geschah nach umfangreicher Due Diligence und Verhandlungen unter Einhaltung der gesetzlichen und treuhänderischen Pflichten. Die Transaktion bleibt jedoch von der Zustimmung der Omnia-Aktionäre sowie von behördlichen Genehmigungen abhängig.
Strategische Logik der Übernahme
Die vorgeschlagene Fusion steht im Einklang mit der Strategie von Omnia, seine Geschäftsbereiche zu stärken und auszubauen. Ziel ist der Aufbau einer global skalierbaren Plattform für Bergbaulösungen sowie die Erweiterung des Angebots im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft.
Seelan Gobalsamy, CEO der Omnia Group, betont die Vorteile der Kombination: „Die Zusammenführung der Fertigungs- und Lieferkapazitäten, der Technologie, der Marken und Kundenbeziehungen von Omnia mit der Skalierung, den F&E-Kapazitäten, der kommerziellen Reichweite und der internationalen Präsenz der Solar Group schafft eine leistungsstarke Plattform, um die Ambitionen von BME zu beschleunigen, ein global skalierbares Bergbaulösungsunternehmen zu werden.“
Die BME-Tochtergesellschaft von Omnia umfasst zwei Divisionen: BME Blasting Solutions, die Sprengstoffe und Zündsysteme für die Bergbauindustrie bereitstellt, und BME Metallurgy, die Bergbauchemikalien und metallurgische Verarbeitungslösungen anbietet.
Solar Group: Ein milliardenschwerer Konzern
Die Solar Group ist an der National Stock Exchange of India und der BSE gelistet. Als Hersteller industrieller Sprengstoffe sowie für Verteidigungs- und Luftfahrtanwendungen verfügt das Unternehmen über eine Marktkapitalisierung von rund 21 Milliarden US-Dollar.
Manish Nuwal, Managing Director und CEO der Solar Group, zeigt sich überzeugt von der Transaktion: „Omnia ist ein hochwertiges Unternehmen mit führenden Positionen im Bergbau und in der Landwirtschaft, differenzierter Technologie und Marken sowie tiefgreifenden Kundenbeziehungen, die über viele Jahre aufgebaut wurden. Wir sehen erhebliches Potenzial, diese Stärken im Rahmen der Solar Group weiter auszubauen.“
Technologie- und Marktvorteile
Die digitalen Sprengtechnologien von BME, darunter AXXIS, und die integrierte Ammoniumnitrat-Fähigkeit ergänzen die Fertigungsskalierung und Zündsystem-Kompetenzen der Solar Group. Dies unterstützt die Ambition von Omnia, ein global skalierbares Bergbaulösungsunternehmen zu schaffen.
Im Agrarsektor kann Omnia Agriculture mit seinem differenzierten Produktportfolio, dem Nutriology-Modell und der wachsenden internationalen Plattform für Biostimulanzien von der Präsenz der Solar Group profitieren. Nuwal bezeichnet den Agrarsektor als „attraktiven Sektor, der durch die langfristige Bedeutung von Lebensmittelsicherheit, nachhaltiger Landwirtschaft und landwirtschaftlicher Produktivität untermauert wird.“
Bekenntnis zu Südafrika
Die vorgeschlagene Transaktion spiegelt bedeutende ausländische Direktinvestitionen und Vertrauen in die südafrikanische Wirtschaft wider. Die Solar Group erkennt die Bedeutung der Anforderungen an die wirtschaftliche Teilhabe schwarzer Bevölkerungsmehrheiten (B-BBEE) in Südafrika an. Das Unternehmen beabsichtigt, den fortgesetzten Beitrag von Omnia zur wirtschaftlichen Transformation, inklusiven Wachstum und nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.
Bis zum Abschluss der Transaktion werden Omnia und die Solar Group weiterhin unabhängig operieren. Die Transaktion ist durch eine unwiderrufliche, bedingungslose Bankbürgschaft für die bar zu leistende Gegenleistung abgesichert und hat bereits breite Unterstützung durch die Aktionäre gefunden.
