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Nach 33 Prozent Plus: Fondsmanager wendet sich vom KI-Handel ab

Bill Hench von First Eagle Investments setzt nach starkem Halbjahr auf Small Caps und neue Themen abseits der KI-Euphorie.

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Nach 33 Prozent Plus: Fondsmanager wendet sich vom KI-Handel ab

Nach einem Kursanstieg von 33 Prozent im ersten Halbjahr hat ein erfahrener Fondsmanager sein Interesse am KI-Handel verloren. Bill Hench von First Eagle Investments richtet seinen Blick nun auf andere Segmente des Marktes. Der in New York ansässige Experte leitet das Small-Cap-Team des Vermögensverwalters und gilt als Spezialist für Nebenwerte.

Hench verwaltet gemeinsam den First Eagle Small Cap Opportunity Fund (FESAX), der rund 240 Aktien hält. Zusätzlich betreut er den am 1. Juli neu gegründeten First Eagle Small Cap Equity ETF (FESC), der ähnlich aufgestellt ist wie der bestehende Fonds. Beide Vehikel folgen damit einer breit diversifizierten Strategie im Segment der kleineren Unternehmen.

Breite Streuung als Erfolgsrezept

Manager von Small-Cap-Fonds halten in der Regel einen breiten Aktienbestand. Nach Einschätzung von Hench erhöht diese Streuung die Gewinnchancen erheblich. Voraussetzung sei allerdings, dass die Titel zu günstigen Preisen gekauft und zum richtigen Zeitpunkt wieder verkauft würden. Diese Kombination aus breiter Diversifikation und diszipliniertem Timing bildet den Kern seiner Anlagestrategie.

Der Ansatz unterscheidet sich bewusst von der Konzentration auf wenige große Technologiewerte, die in den vergangenen Monaten die Märkte dominiert haben. Während viele Investoren auf die KI-Euphorie setzten, sucht Hench nach eigenen Angaben nach Chancen abseits dieses Trends. Nach dem kräftigen Anstieg von 33 Prozent im ersten Halbjahr sieht er das Potenzial im KI-Segment offenbar weitgehend ausgeschöpft.

Stattdessen rücken zwei konkrete Themen in den Fokus. Zum einen setzt Hench auf eine konträre Positionierung im US-Immobilienmarkt. Zum anderen interessiert ihn ein Hersteller aus New York, der nach Einschätzung des Fondsmanagers mit vollem Einsatz nach dem großen Wurf strebt. Beide Positionen stehen beispielhaft für seine Suche nach unterbewerteten Chancen außerhalb des breiten Marktkonsenses.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung aufschlussreich, weil sie zeigt, wie professionelle Investoren nach starken Kursrallyes umschichten. Wer sein Portfolio einseitig auf KI-Aktien ausgerichtet hat, könnte von einer breiteren Aufstellung profitieren. Small Caps bieten dabei grundsätzlich die Chance auf überdurchschnittliche Renditen, gehen aber auch mit höheren Risiken und stärkeren Kursschwankungen einher.

Der Fokus auf einen breit gestreuten Aktienbestand von rund 240 Titeln verdeutlicht, dass Hench nicht auf einzelne Wetten setzt, sondern auf die Summe vieler kleiner Chancen. Dieses Vorgehen reduziert das Klumpenrisiko, das bei konzentrierten Portfolios entstehen kann. Gleichzeitig erfordert es ein aktives Management, um die Titel zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen und zu verkaufen.

Mit dem am 1. Juli aufgelegten ETF (FESC) erhalten Anleger zudem eine kostengünstigere Möglichkeit, an der Strategie teilzuhaben. Der Fonds (FESAX) und der ETF verfolgen eine ähnliche Ausrichtung, was den Zugang für unterschiedliche Anlegertypen erleichtert. Ob sich die Abkehr vom KI-Handel auszahlt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

Fest steht: Der Schritt weg von einem der stärksten Trends des Jahres ist eine bewusste Wette gegen den Mainstream. Hench setzt darauf, dass die nächsten großen Chancen nicht dort liegen, wo derzeit die meisten Investoren hinschauen – sondern in weniger beachteten Bereichen wie dem US-Immobilienmarkt und ausgewählten Einzelunternehmen.

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