Morgan Stanley nennt Top-Aktien für Chinas KI-GPU-Offensive
Die Investmentbank identifiziert drei Schlüsselwerte entlang der chinesischen Halbleiter-Lieferkette.

Morgan Stanley hat drei Aktien herausgearbeitet, die besonders stark von Chinas ambitioniertem Ziel zur heimischen KI-Chip-Produktion profitieren dürften. Das Land will bis 2030 eine Selbstversorgungsquote von 76 Prozent bei GPUs erreichen – ein strategisch bedeutsames Vorhaben angesichts westlicher Exportbeschränkungen für Hochleistungschips.
Die Analyse der US-Investmentbank beleuchtet Unternehmen entlang der gesamten Halbleiter-Lieferkette. Dabei stehen Fertigungskapazitäten, Produktionsanlagen und fortschrittliche Packaging-Technologien im Mittelpunkt – drei Bereiche, die für Chinas KI-Ambitionen unverzichtbar sind.
Die drei Favoriten von Morgan Stanley
Als größten Gewinner im Bereich KI-GPUs in China stuft Morgan Stanley die Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) ein. Der Foundry-Betreiber gilt als Eckpfeiler der heimischen KI-Chip-Lieferkette, da alle großen inländischen Chiphersteller auf seine Fertigungskapazitäten für fortschrittliche Prozessknoten angewiesen sind. SMIC ist damit der zentrale Enabler für Chinas GPU-Selbstversorgungsziel.
Im Bereich Halbleiterausrüstung favorisiert die Bank die NAURA Technology Group. Das Unternehmen profitiert direkt von den steigenden inländischen Investitionen in Fertigungsanlagen, die China für den Aufbau seiner KI-Chip-Infrastruktur benötigt. NAURAs Ausrüstungslösungen sind entscheidend, um die Produktionskapazitäten für fortschrittliche Chips überhaupt erst zu schaffen.
Als dritten Wert nennt Morgan Stanley ASM Pacific Technology, einen Spezialisten für fortschrittliche Packaging-Technologien. Diese Kompetenz gewinnt an strategischer Bedeutung, weil chinesische GPU-Hersteller Multi-Die-Packaging-Verfahren einsetzen, um technologische Rückstände bei Prozessknoten gegenüber internationalen Wettbewerbern auszugleichen. Fortschrittliches Packaging hat sich damit zu einem kritischen Differenzierungsmerkmal in Chinas KI-Halbleiterstrategie entwickelt.
Kontext für Anleger
Chinas Drang zur Chip-Unabhängigkeit hat sich seit den US-Exportbeschränkungen für Nvidia-GPUs massiv beschleunigt. Für deutsche Privatanleger sind die genannten Werte über entsprechende Handelsplätze zugänglich, jedoch sollten die geopolitischen Risiken eines Investments in chinesische Halbleitertitel stets berücksichtigt werden. Die Zielvorgabe von 76 Prozent Selbstversorgung bis 2030 erfordert massive staatliche und private Investitionen – was die genannten Unternehmen strukturell begünstigt.
