Micron baut Chipfertigung in Taiwan aus – Aktie auf Rekordhoch
Der US-Halbleiterkonzern treibt die HBM-Produktion für KI-Anwendungen mit einem neuen Werk in Tongluo voran.

Micron Technology hat den Ausbau seiner Halbleiterfertigung in Taiwan angekündigt. Der US-Konzern plant eine neue Produktionsanlage an seinem kürzlich erworbenen Standort Tongluo, um die steigende Nachfrage nach KI-Speicherchips zu bedienen. Die Bauarbeiten sollen laut Unternehmensangaben bis Ende des Geschäftsjahres 2026 beginnen.
Im Mittelpunkt der Expansion steht die Produktion von hochmodernem DRAM, insbesondere sogenanntem High-Bandwidth Memory (HBM). Dieser Speichertyp ist für KI-Beschleuniger wie die GPUs von Nvidia unverzichtbar, da er extrem hohe Datenübertragungsraten ermöglicht. Die Nachfrage nach HBM ist in den vergangenen Monaten rasant gestiegen.
Der Markt reagierte positiv auf die Ankündigung: Microns Aktie legte am Montag um 6 Prozent zu und markierte damit ein neues Rekordhoch. Anleger werten den Schritt als klares Signal, dass Micron im KI-Boom eine wichtige Rolle einnehmen will.
Quartalszahlen im Fokus
Besonders gespannt blicken Investoren auf die bevorstehenden Quartalsergebnisse. Micron will seine Zahlen am Mittwoch, den 18. März 2025, nach US-Börsenschluss vorlegen. Analysten erwarten Aufschlüsse darüber, wie stark das HBM-Geschäft bereits zum Umsatz beiträgt.
Der Schritt nach Taiwan unterstreicht die globale Bedeutung des Standorts für die Halbleiterfertigung. Taiwan gilt als weltweit führendes Zentrum für Chip-Produktion, nicht zuletzt durch den Branchenriesen TSMC. Für Micron bietet der Standort Tongluo Zugang zu qualifizierten Fachkräften und einer etablierten Zulieferinfrastruktur.
Micron positioniert sich damit als einer der Hauptprofiteure des KI-Booms im Speicherchip-Segment. Neben dem Konkurrenten SK Hynix aus Südkorea gehört Micron zu den wenigen Herstellern weltweit, die HBM in großem Maßstab produzieren können. Die Expansion in Taiwan soll diese Wettbewerbsposition weiter festigen.
