Nvidia kaufen, Lululemon meiden: Aktientipps der Woche
Die GTC-Konferenz von Nvidia und schwache Quartalszahlen bei Lululemon bestimmen die Börsenwoche.

Die US-Börsen beendeten die vergangene Woche mit deutlichen Verlusten. Der Dow Jones verlor 2%, der S&P 500 gab 1,6% nach, und der Nasdaq Composite sank um 1,3%. Geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt sowie steigende Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel belasteten die Märkte erheblich.
In der neuen Woche stehen neben den Entwicklungen im Nahen Osten auch die Fed-Sitzung und wichtige Unternehmensberichte im Fokus. Der Offenmarktausschuss (FOMC) tagt am Mittwoch – Marktteilnehmer erwarten, dass die US-Notenbank die Zinsen zum zweiten Mal in Folge unverändert lässt. Zusätzlich veröffentlicht die Fed neue Dot-Plot-Projektionen zu Zinsen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet, könnte mit seinen Kommentaren für zusätzliche Marktbewegungen sorgen.
Nvidia: GTC-Konferenz als Kurstreiber
Nvidia steht in dieser Woche im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Die GTC 2026-Konferenz findet von Montag bis Donnerstag in San Jose, Kalifornien statt. CEO Jensen Huang wird in seiner Keynote voraussichtlich neue KI-Hardware, agentenbasierte KI-Modelle sowie strategische Partnerschaften ankündigen.
Historisch gesehen war die GTC-Konferenz ein positiver Kurstreiber für Nvidia-Aktien. In den vergangenen fünf Jahren übertrafen die Papiere in der Konferenzwoche stets den Philadelphia Semiconductor Index. Spekulationen über das Debüt von NemoClaw, einer Open-Source-Plattform für KI-Agenten, verleihen der Veranstaltung zusätzliche Spannung.
Die NVDA-Aktie schloss am Freitag bei 180,25 Dollar und brachte damit eine Marktkapitalisierung von 4,38 Billionen Dollar auf die Waage. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 3,3% zu Buche. Neue Produktankündigungen in Wachstumsbereichen wie Gesundheitswesen, Robotik und autonomes Fahren könnten diesen Rückstand schnell aufholen.
Lululemon: Enttäuschende Zahlen drohen
Weniger optimistisch ist die Ausgangslage bei Lululemon. Der kanadische Sportbekleidungshersteller veröffentlicht am Dienstag um 22:05 Uhr MEZ seine Quartalszahlen für das vierte Quartal. Die implizite Volatilität deutet auf eine mögliche Kursbewegung von plus oder minus 12% nach den Zahlen hin.
Die Wall Street erwartet einen bereinigten Gewinn von 4,79 Dollar je Aktie – ein Rückgang von 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz soll um 0,8% auf 3,58 Milliarden Dollar schrumpfen. Rückläufige Konsumausgaben für Luxusartikel, verschärfter Wettbewerb durch Nike, Adidas und Alo Yoga sowie Schwäche in den Märkten Nordamerika und China belasten das Unternehmen.
Die Aktie notiert nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 156,64 Dollar und hat seit Jahresbeginn bereits 19% verloren. Zusätzliche Belastungsfaktoren sind die laufende CEO-Suche, Spannungen im Vorstand durch Gründer Chip Wilson und eine umfangreiche Produktneuausrichtung. Enttäuschende Zahlen und ein schwacher Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 könnten den Kurs weiter unter Druck setzen.
