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Mbappé verlässt Nike: Fußballstar wechselt zur Schweizer Marke On

Mbappé verlässt Nike nach 20 Jahren und wechselt zur Schweizer Marke On.

3 Min
Mbappé verlässt Nike: Fußballstar wechselt zur Schweizer Marke On

Kylian Mbappé beendet seine langjährige Partnerschaft mit Nike und schließt sich der Schweizer Sportmarke On an. Der französische Fußballstar und Kapitän der Nationalmannschaft wechselt damit nach rund zwei Jahrzehnten die Seiten – ein Paukenschlag für die Branche.

Die finanziellen Details des Deals wurden nicht offengelegt. On gab lediglich bekannt, dass die Vergütung sowohl aus Bargeld- als auch aus Anteilskomponenten besteht. Der Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Schweizer Unternehmens, das vor allem für Laufschuhe und die Zusammenarbeit mit Tennislegende Roger Federer bekannt ist. Mit Mbappé holt sich On einen der prominentesten Fußballer der Welt, um das eigene Fußballgeschäft anzukurbeln.

On drängt in den Fußballmarkt

Das Unternehmen plant, im Jahr 2027 die ersten eigenen Fußballschuhe auf den Markt zu bringen. Bereits zuvor hatte On den ehemaligen französischen Nationalspieler Thierry Henry als Direktor für Fußball verpflichtet. Der Einstieg in den Fußballmarkt ist ein logischer Schritt für die schnell wachsende Marke, die ihr Geschäft über die Kernbereiche Laufen und Tennis hinaus diversifizieren will.

Mbappé selbst schrieb in seinen Social-Media-Kanälen: „Wieder einmal hat mich der Fußball zu einer der größten Veränderungen in meinem Leben geführt. Jetzt finde ich mich inmitten von Innovatoren wieder, die von denselben Dingen träumen wie ich.“ Die Partnerschaft zwischen Mbappé und Nike reichte bis ins Jahr 2006 zurück, als der Stürmer gerade einmal neun Jahre alt war.

Nike verliert weiter an Boden

Für den US-Sportartikelriesen Nike ist der Abgang ein weiterer Nackenschlag. Erst kürzlich hatte der Konzern den spanischen Weltmeister Lamine Yamal an den Rivalen Adidas verloren. Nike reagierte mit einer diplomatischen Erklärung: „Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam auf und neben dem Platz erreicht haben. Da er in die nächste Phase seiner Karriere eintritt, wünschen wir ihm für den weiteren Weg weiterhin viel Erfolg.“

Der Verlust kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nike-Chef Elliott Hill versucht seit fast zwei Jahren, das Unternehmen durch eine Neuausrichtung auf Kernsportarten wie Fußball und Laufen wieder in die Spur zu bringen. Der Abgang eines Starspielers wie Mbappé könnte diese Bemühungen untergraben, während die Ungeduld der Anleger mit Blick auf den Fortschritt der Wende zunimmt.

Allerdings dürften Aktionäre den Wechsel nicht als schwerwiegenden Schlag für die Marke betrachten. Die Stimmung sei bereits „deutlich negativ“, sagte Mari Shor, Senior Equity Analyst bei Columbia Threadneedle, die Nike-Aktien hält. Investoren seien stattdessen stärker auf die Produktinnovationen von Nike fokussiert, um das Umsatzwachstum anzukurbeln, fügte sie hinzu.

Nikes starke Position in Frankreich und Deutschland

Trotz der Abgänge bleibt Nike in wichtigen Märkten gut aufgestellt. In Frankreich sicherte sich das Unternehmen eine Verlängerung des langjährigen Trikotlieferungsvertrags mit der französischen Nationalmannschaft bis zur Saison 2033/34. Zudem gewann Nike den Vertrag, ab 2027 offizieller Trikot- und Ausrüstungslieferant der deutschen Nationalmannschaft zu werden.

Im vergangenen Jahr verlor der Konzern allerdings seinen mehr als zwei Jahrzehnte währenden Status als offizieller Spielball-Lieferant der Premier League an Puma. Der Wettbewerbsdruck auf dem globalen Sportbekleidungsmarkt nimmt spürbar zu, während neuere Marken wie On und etablierte Rivalen wie Adidas und Puma Nike zunehmend Marktanteile abjagen.

Börsliche Reaktion bleibt verhalten

Die an der US-Börse notierten Aktien von On gaben die Gewinne vor Börsenbeginn am Freitag wieder ab und lagen im Handel leicht im Plus. Die Nike-Aktien blieben nahezu unverändert. Dies deutet darauf hin, dass die Nachricht nur begrenzten Einfluss auf die Anleger hatte.

On strebt weiterhin Wachstum in den Amerikas an, die mehr als die Hälfte des Umsatzes des Schweizer Unternehmens ausmachen. Der Fokus liegt auf Vollpreisverkäufen, allerdings kämpft das Unternehmen in der Region in diesem Jahr aufgrund schwankender Konsumausgaben. Mit Mbappé an Bord dürfte die Marke jedoch an Sichtbarkeit und Strahlkraft gewinnen – sowohl auf dem Platz als auch abseits davon.

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