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Isar Aerospace verliert Technikchef nach erfolgreichem Raketenstart

Mitgründer Josef Fleischmann gibt CTO-Posten ab und gründet neues Raumfahrtunternehmen.

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Isar Aerospace verliert Technikchef nach erfolgreichem Raketenstart

Nur gut zwei Wochen nach dem erfolgreichen Start seiner Rakete verliert das deutsche Weltraum-Start-up Isar Aerospace seinen Technikchef. Mitgründer Josef Fleischmann legt die Aufgabe als Chief Technology Officer (CTO) nieder, um sich neuen Projekten zu widmen.

Fleischmann gründet mit Bavaria Instruments ein eigenes Unternehmen, das sich auf andere Weltraumtechnologien konzentrieren wird. Seine Beteiligung an Isar Aerospace behält er nach Angaben einer Sprecherin des Start-ups.

Neuer CTO kommt aus den eigenen Reihen

Als Nachfolger für den Technikchef-Posten wird Can Araz die Verantwortung übernehmen. Araz kommt aus den eigenen Reihen des Unternehmens und kennt die Systeme von Isar Aerospace bereits seit längerer Zeit.

„Bei Isar Aerospace haben wir gezeigt, dass erstklassige Ingenieurskunst auch in Europa in echte Produktionskapazitäten übersetzt werden kann“, sagt Fleischmann. „Jetzt geht es darum, weitere kritische Technologien in Produkte, Geschäftsmodelle und Ergebnisse zu übersetzen. Mit Bavaria Instruments setze ich diese Mission fort.“

Für seinen Nachfolger findet Fleischmann lobende Worte. Araz habe „von Anfang an zum Aufbau unserer Technologie beigetragen. Er vereint fundiertes technisches Fachwissen mit einem einzigartigen Verständnis unserer Systeme und ist hervorragend geeignet, unsere Technologie- und Entwicklungsorganisation in die nächste Phase zu führen.“

Fokus auf Datenverarbeitung im Orbit

Das neue Unternehmen Bavaria Instruments will sich zunächst auf Computing-Technologien für den Orbit konzentrieren. Dadurch sollen Daten direkt im All verarbeitet werden können. Dies würde die Echtzeit-Auswertung von Erdbeobachtungsdaten deutlich verbessern.

Auch das autonome Agieren und Zusammenarbeiten von Raumfahrzeugen ließe sich durch die neue Technologie optimieren. Fleischmann sieht hier großes Potenzial für zukünftige Geschäftsmodelle im Weltraum.

Der Wechsel an der Technikspitze kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Isar Aerospace auf dem Erfolg des ersten Raketenstarts aufbauen will. Das Münchner Start-up zählt zu den vielversprechendsten europäischen Raumfahrtunternehmen und konkurriert mit anderen Anbietern um Aufträge für Satellitenstarts.

Die europäische Raumfahrtbranche befindet sich im Umbruch. Private Anbieter wie Isar Aerospace drängen auf den Markt und wollen unabhängiger von staatlichen Raumfahrtagenturen werden. Der erfolgreiche Raketenstart vor zwei Wochen war ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen und die gesamte europäische Weltraumwirtschaft.

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