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Goldpreis steigt nach Warnung der US-Notenbank

Wirtschaftliche Unsicherheit, China-Gespräche und Kaschmir-Konflikt treiben Nachfrage nach Edelmetallen

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 Goldpreis steigt nach Warnung der US-Notenbank

Der Goldpreis ist am Donnerstag gestiegen, nachdem die US-Notenbank vor zunehmender Inflation und Risiken auf dem Arbeitsmarkt gewarnt hat. Die Federal Reserve beließ den Leitzins zwar unverändert, äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Unsicherheit. Marktbeobachter deuteten diese Aussagen als Signal wachsender Spannungen in der US-Wirtschaft, die unter anderem durch die Handelspolitik der Regierung belastet werde.

Zum Zeitpunkt 0416 GMT lag der Spotpreis für Gold bei 3.392,90 US-Dollar je Unze, ein Anstieg um 0,9 Prozent. Die US-Gold-Futures zogen um 0,2 Prozent auf 3.399,80 US-Dollar an. Analysten zufolge richtete sich das Hauptinteresse der Investoren auf die Mitteilungen der Fed, die sowohl ein höheres Inflationsrisiko als auch mögliche Anstiege der Arbeitslosigkeit betonte. Als ein möglicher Auslöser gilt der anhaltende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China.

US-Präsident Donald Trump erklärte, China habe die Initiative zu den bevorstehenden hochrangigen Handelsgesprächen ergriffen. Er betonte zudem, nicht bereit zu sein, bestehende Einfuhrzölle auf chinesische Waren aufzugeben, um Peking an den Verhandlungstisch zu holen. Diese Haltung sorgt laut Marktanalysten für zusätzliche Verunsicherung und begünstigt die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold.

Darüber hinaus berichtete die „New York Times“, dass noch am Donnerstag eine Handelsvereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien angekündigt werden soll. Auch dies beeinflusst das Marktumfeld. Der nicht verzinste Rohstoff Gold gilt als sicherer Hafen in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen, insbesondere bei niedrigen Zinsen.

Parallel zu den wirtschaftlichen Entwicklungen verschärfte sich auch die geopolitische Lage. Indien griff am Mittwoch Ziele in Pakistan und in der umstrittenen Region Kaschmir an. Hintergrund war der Tod mehrerer Touristen im vergangenen Monat. Pakistan kündigte Vergeltung an und erklärte, fünf indische Flugzeuge abgeschossen zu haben.

Infolge dieser Spannungen äußerten Marktteilnehmer die Erwartung, dass der Goldpreis weiter steigen könnte, falls sich die Lage zuspitzt. Bereits am 22. April hatte der Preis mit 3.500,05 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht. Auch andere Edelmetalle reagierten: Silber stieg um 1,2 Prozent auf 32,85 US-Dollar je Unze, Platin legte um 0,9 Prozent auf 982,81 US-Dollar zu, während Palladium um 0,3 Prozent auf 969,93 US-Dollar fiel.

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