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Gold verliert an Glanz durch Handelsentspannung

US-Daten und Zollpolitik rücken in den Fokus der Anleger

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 Gold verliert an Glanz durch Handelsentspannung

Der Goldpreis ist am Dienstag um nahezu ein Prozent gefallen. Hintergrund sind nachlassende Spannungen im internationalen Handel, wodurch die Funktion des Edelmetalls als sicherer Hafen geschwächt wurde. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass sich das Risikoumfeld in den vergangenen Tagen verbessert habe. Gleichzeitig warten Anleger gespannt auf neue Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten, die Hinweise auf die weitere geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank geben könnten.

Der Preis für eine Feinunze Spot-Gold lag zuletzt bei 3.314,99 US-Dollar, was einem Rückgang von 0,8 Prozent entspricht. Auch die US-Goldfutures gaben nach und notierten 0,7 Prozent niedriger bei 3.325,10 US-Dollar. Die Entwicklung kommt in einer Phase, in der politische Entscheidungsträger in Washington und anderen wichtigen Handelsnationen verstärkt Signale zur Entschärfung der Handelskonflikte senden.

Der US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Montag, mehrere zentrale Handelspartner hätten sehr gute Vorschläge unterbreitet, um US-Zölle zu vermeiden. Indien könnte demnach eines der ersten Länder sein, das eine Einigung mit den Vereinigten Staaten erzielt. Auch China hatte zuletzt bestimmte US-Produkte von seinen Vergeltungszöllen ausgenommen. Diese Schritte wurden als Zeichen der Deeskalation gewertet.

Darüber hinaus kündigte Handelsminister Wilbur Ross an, die US-Regierung werde Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen der Autozölle zu mildern. So sollen bestimmte Zölle auf ausländische Teile, die in den USA verbaut werden, gesenkt oder aufgehoben werden. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Umfeld fragil: Laut einer aktuellen Umfrage unter Volkswirten im Auftrag von Reuters besteht weiterhin ein hohes Risiko, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr in eine Rezession abrutscht. Viele Experten machen dafür auch die Zollpolitik der US-Regierung verantwortlich.

Noch in der Vorwoche hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von 3.500,05 US-Dollar pro Feinunze erreicht. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem die anhaltenden Unsicherheiten auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Neben dem Goldpreis gaben auch andere Edelmetalle nach: Silber verlor 0,5 Prozent auf 32,98 US-Dollar je Unze, Platin fiel um 0,2 Prozent auf 984,56 US-Dollar und Palladium sank um 0,4 Prozent auf 945,47 US-Dollar.

Anleger richten ihren Blick nun auf bevorstehende Konjunkturdaten aus den USA. Im Fokus stehen unter anderem der Bericht zu offenen Stellen am heutigen Tag, die Daten zu den persönlichen Konsumausgaben am Mittwoch sowie die Zahlen zum Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft am Freitag.

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