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Goldpreis steigt leicht trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Inflationsdaten, Zölle und Zinserwartungen beeinflussen die Entwicklung der Edelmetalle

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Goldpreis steigt leicht trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Gold verteuerte sich leicht, während Unsicherheiten hinsichtlich neuer Zölle sowie eine schwächer als erwartete Inflation in den USA die Nachfrage nach dem Edelmetall stützten. Der Spotpreis für Gold stieg um 0,2 Prozent auf 2.936,31 US-Dollar je Unze. Die Terminkontrakte für Gold in den Vereinigten Staaten blieben stabil bei 2.946,00 US-Dollar je Unze.

Analysten sehen weiteres Potenzial für steigende Goldpreise. Laut Edward Meir von Marex sei die Marke von 3.000 US-Dollar je Unze das nächste realistische Ziel, das in den kommenden Monaten erreicht werden könnte. Die Inflationsdaten der Vereinigten Staaten seien positiv aufgenommen worden, jedoch könnten künftige Zollerhöhungen erst verzögert in den Statistiken erfasst werden.

Die jüngsten Zahlen zeigten, dass der Verbraucherpreisindex der USA im vergangenen Monat weniger stark gestiegen war als prognostiziert. Allerdings könnte diese Entwicklung nur von kurzer Dauer sein, da die jüngsten Importzölle voraussichtlich zu einem Anstieg der Kosten für zahlreiche Waren führen werden. Eine geringere Inflation schafft Spielraum für eine mögliche Zinssenkung durch die US-Notenbank, wovon Gold als Anlageklasse profitieren könnte. Da das Edelmetall keine Zinsen abwirft, wird es in Phasen niedriger Zinsen für Investoren attraktiver.

Die Handelspolitik der Vereinigten Staaten sorgt weiterhin für Verunsicherung. Zu Beginn des Monats erhöhte die Regierung die Zölle auf chinesische Waren auf 20 Prozent und führte neue Abgaben in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Kanada und Mexiko ein. Später wurde eine einmonatige Ausnahmeregelung für Waren gewährt, die den Ursprungsregeln des Handelsabkommens zwischen den drei Ländern entsprechen. Darüber hinaus wurde eine ursprünglich angekündigte Verdopplung der Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada auf 50 Prozent wenige Stunden nach ihrer Bekanntgabe wieder zurückgenommen.

Die neuen Zollbestimmungen werden voraussichtlich die Inflation anheizen und wirtschaftliche Unsicherheiten verstärken. Diese Faktoren trieben den Goldpreis bereits am 24. Februar auf ein Rekordhoch von 2.956,15 US-Dollar je Unze. Diese Zahlen könnten weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank geben.

Auch andere Edelmetalle zeigten unterschiedliche Tendenzen. Silber gab um 0,5 Prozent auf 33,05 US-Dollar je Unze nach, während Platin um 0,7 Prozent auf 977,25 US-Dollar fiel. Palladium blieb unverändert bei 948,55 US-Dollar je Unze.

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