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Goldpreis steigt auf Zweimonatshoch wegen Nahost-Konflikt

Israelische Angriffe und iranische Drohnen sorgen für Unsicherheit und treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis steigt auf Zweimonatshoch wegen Nahost-Konflikt

Gold hat am Freitag einen fast zweimonatigen Höchststand erreicht. Der Preis für das Edelmetall stieg auf 3.417,59 US-Dollar je Feinunze und damit auf den höchsten Stand seit dem 22. April. Grund für die steigende Nachfrage ist die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten. Nachdem Israel großangelegte Angriffe auf iranische Einrichtungen durchgeführt hat, griff Teheran mit rund 100 Drohnen zurück. Die Entwicklung verstärkt die Unsicherheit an den Märkten und lässt Anleger verstärkt in sichere Anlagen wie Gold flüchten.

Israel erklärte, mit den Luftschlägen auf iranische Nuklearanlagen, Raketenfabriken und Militärkommandos einem möglichen Bau von Atomwaffen durch den Iran vorbeugen zu wollen. Das Militär sprach von einer langfristig angelegten Operation. Die Reaktion Irans folgte prompt mit einem umfangreichen Drohnenangriff auf israelisches Gebiet. Die Spannungen in der Region werfen erneut Fragen zur Stabilität und Versorgungssicherheit auf, insbesondere im Hinblick auf die Energieversorgung.

Marktbeobachter sprechen von einem klaren Stimmungsumschwung an den Edelmetallmärkten. Analyst Carsten Menke vom Finanzinstitut Julius Baer erklärte, dass die Angriffe die positive Grundstimmung im Goldmarkt weiter stärken würden. Noch sei jedoch unklar, ob der Preisanstieg von Dauer sei. Sollte es zu einer Einschränkung der Ölversorgung kommen – sei es durch direkte Angriffe oder politische Maßnahmen – oder wenn sich der Konflikt auf andere Länder ausweitet, könnte Gold noch stärker gefragt sein.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursbewegungen. Silber lag bei 36,31 US-Dollar pro Unze, ein Rückgang um 0,2 Prozent. Platin gab um 1,6 Prozent auf 1.274,50 US-Dollar nach, Palladium verlor 0,5 Prozent und notierte bei 1.060,44 US-Dollar. Trotz dieser Rückgänge befinden sich alle vier Metalle auf Kurs für Wochengewinne.

In den USA zeigten neue Wirtschaftsdaten zuletzt eine schwächere Inflation als erwartet. Sowohl die Verbraucher- als auch die Produzentenpreise lagen unter den Prognosen, was ebenfalls Einfluss auf das Marktgeschehen hatte. In Asien sorgte der starke Preisanstieg bei Gold für eine sinkende Nachfrage nach physischem Gold, insbesondere in Indien, wo der Preis über die symbolische Marke von 100.000 Rupien kletterte.

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