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Goldpreis bleibt stabil vor US-Arbeitsmarktdaten

Zinspolitik, Zölle und schwache Konjunktur sorgen für Zurückhaltung der Anleger

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 Goldpreis bleibt stabil vor US-Arbeitsmarktdaten

Der Goldpreis zeigte sich am Donnerstag stabil, während sich Investoren auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten vorbereiteten. Diese werden als wichtiger Indikator für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten angesehen. Zum Zeitpunkt von 03:54 GMT lag der Spotpreis für Gold bei 3.372,91 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures gaben leicht um 0,1 Prozent nach und notierten bei 3.396,60 US-Dollar.

Hintergrund der stabilen Preisentwicklung ist eine Mischung aus schwächer als erwarteten US-Wirtschaftsdaten sowie globalen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten. Analysten zufolge befindet sich der Goldmarkt derzeit in einer abwartenden Haltung, da sowohl Aussagen von Mitgliedern des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) als auch der am Freitag anstehende Beschäftigungsbericht mit Spannung erwartet werden.

Das US-Dienstleistungsgewerbe verzeichnete im Mai erstmals seit fast einem Jahr eine Schrumpfung. Unternehmen berichteten über gestiegene Inputkosten und äußerten sich besorgt über eine mögliche Stagflation. Die US-Notenbank stellte eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität fest, wobei insbesondere steigende Kosten und Preise infolge höherer Zölle als Ursachen genannt wurden.

Gold erhielt zusätzlichen Auftrieb, nachdem US-Präsident Donald Trump den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, erneut aufforderte, die Zinsen zu senken. Auch die aktuellen Daten des Arbeitsmarktberichts der Firma ADP trugen zur Unsicherheit bei. Dieser zeigte, dass US-Privatunternehmen im Mai so wenige neue Arbeitsplätze geschaffen haben wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Der offizielle Arbeitsmarktbericht am Freitag soll weitere Hinweise auf den Zustand des US-Arbeitsmarkts liefern.

In Kraft trat zudem die Verdopplung der US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die Regierung unter Trump forderte Handels­partner zu „besten Angeboten“ auf, um weitere ab Juli geplante Zollerhöhungen abzuwenden. Trump äußerte sich überdies kritisch gegenüber dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, den er als „äußerst schwer zu Verhandlungen zu bewegen“ bezeichnete. Vor einem mit Spannung erwarteten Gespräch zwischen beiden Staatschefs verdeutlichten sich somit die handelspolitischen Spannungen.

Während Gold in diesem Umfeld seine Rolle als sicherer Hafen behauptete, zeigten sich andere Edelmetalle uneinheitlich. Der Spotpreis für Silber fiel um 1,3 Prozent auf 34,51 US-Dollar je Unze. Platin legte um 1,1 Prozent auf 1.097,13 US-Dollar zu, während Palladium leicht um 0,2 Prozent auf 998,71 US-Dollar sank.

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