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Goldpreis steigt wegen geopolitischer Spannungen und Gesprächen

US-China-Verhandlungen und Nahost-Konflikt sorgen für Bewegung an den Edelmetallmärkten

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Goldpreis steigt wegen geopolitischer Spannungen und Gesprächen

Der Goldpreis ist am Dienstag gestiegen, während Händler die Entwicklungen in den Handelsgesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und China genau verfolgten. Der Kurs für Spot-Gold legte um 0,3 Prozent auf 3.335,79 US-Dollar pro Unze zu, während US-Gold-Futures um 0,1 Prozent auf 3.357,50 US-Dollar kletterten. Die Märkte reagierten damit auf geopolitische Spannungen sowie wirtschaftliche Unsicherheiten, die traditionell als treibende Faktoren für das Interesse an dem Edelmetall gelten.

In London trafen sich Vertreter beider Wirtschaftsmächte zu einem zweiten Verhandlungstag, nachdem im Mai eine vorübergehende Einigung erzielt worden war. Diese beinhaltet eine 90-tägige Aussetzung neuer Strafzölle. Der US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte, die Gespräche verliefen konstruktiv. Ziel der Gespräche ist es, Differenzen beim Thema Exportkontrollen beizulegen, die zuletzt für Spannungen zwischen Washington und Peking gesorgt hatten.

Zusätzliche Unsicherheiten brachte die Eskalation im Nahen Osten. Israel setzte seine Marine gegen von Iran unterstützte Huthi-Stellungen in der Nähe des Rotmeerhafens Hodeidah ein. Die israelische Regierung drohte mit weiteren Angriffen, sollte die Gruppe ihre Attacken fortsetzen.

Ein weiterer Einflussfaktor auf den Goldpreis war die Ankündigung der chinesischen Zentralbank, im Mai zum siebten Mal in Folge ihre Goldreserven aufgestockt zu haben. Dieser kontinuierliche Ankauf unterstreicht das Bestreben Chinas, seine Währungsreserven weiter zu diversifizieren und sich gegen wirtschaftliche Turbulenzen abzusichern.

Auch wirtschaftspolitische Entscheidungen in den USA rücken in den Fokus der Anleger. Für Mittwoch wird die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex erwartet, dessen Ergebnisse als Richtwert für mögliche geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank gelten könnten. Eine hohe Inflation könnte auf weitere Zinserhöhungen hindeuten, was Auswirkungen auf den Goldpreis hätte.

Neben Gold gaben andere Edelmetalle nach. Der Silberpreis fiel um 0,8 Prozent auf 36,42 US-Dollar pro Unze. Platin verlor 0,4 Prozent und lag bei 1.214,29 US-Dollar, nachdem es zuvor den höchsten Stand seit Mai 2021 erreicht hatte. Palladium sank um knapp 1 Prozent auf 1.064,08 US-Dollar. Der Aufschwung bei Platin wurde von Angebotsängsten, spekulativem Interesse und einer allgemeinen Stärke der Edelmetallmärkte getragen, während Palladium wegen seiner geringeren Nachfragebasis unter Druck blieb.

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