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Goldpreis steigt durch schwächeren US-Dollar

Handelsgespräche und Zinserwartungen bewegen auch Platin, Silber und Palladium

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 Goldpreis steigt durch schwächeren US-Dollar

Die Goldpreise sind am Montag gestiegen, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar im Vorfeld geplanter Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China. Spot-Gold legte um 0,3 Prozent auf 3.317,97 US-Dollar je Unze zu, nachdem es zuvor im Tagesverlauf auf 3.293,29 US-Dollar gefallen war – den niedrigsten Stand seit dem 2. Juni. Die US-Gold-Futures hingegen gaben um 0,2 Prozent auf 3.338,70 US-Dollar nach.

Der US-Dollar-Index fiel um 0,2 Prozent gegenüber einem Korb anderer wichtiger Währungen. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger, was die Nachfrage nach dem Edelmetall ankurbeln kann. Analysten zufolge stützen anhaltende geopolitische Spannungen, Bedenken hinsichtlich der Staatsverschuldung und ein schwaches globales Wirtschaftswachstum weiterhin den Goldpreis. Diese Faktoren könnten das Edelmetall auch in den kommenden Monaten stabil halten.

In London treffen sich am Montag Vertreter der USA und Chinas zu Gesprächen mit dem Ziel, die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu entschärfen. Die Marktteilnehmer beobachten diese Gespräche aufmerksam, da sie als potenzieller Einflussfaktor auf die weitere Entwicklung der Edelmetallpreise gelten. Auch die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank bleiben im Fokus. Nach überraschend robusten Arbeitsmarktdaten aus den USA haben Investoren ihre Erwartungen hinsichtlich möglicher Zinssenkungen durch die Federal Reserve angepasst. Statt zwei Zinsschritten rechnen viele Marktteilnehmer nun nur noch mit einer Senkung im Oktober.

Weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank werden von den für Mittwoch erwarteten Verbraucherpreisdaten (CPI) erwartet. Gold gilt als krisensichere Anlage und profitiert in der Regel von einem niedrigen Zinsumfeld, da es keine laufenden Erträge abwirft und somit bei sinkenden Zinsen relativ attraktiver wird.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursgewinne. Der Spotpreis für Platin stieg um 2,7 Prozent auf 1.200,95 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2021. Die anhaltende Rallye wird laut Marktbeobachtern durch ein knappes Angebot, eine verbesserte Stimmung in der Industrie sowie technische Faktoren unterstützt. Spot-Silber verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 36,27 US-Dollar je Unze, während der Palladiumpreis um 2,5 Prozent auf 1.072,96 US-Dollar stieg. Die chinesische Zentralbank stockte zudem im Mai ihre Goldreserven zum siebten Mal in Folge auf.

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