Starker Dollar bremst Goldpreis zum Wochenschluss
Platin auf Zehnjahreshoch – robuste US-Daten stützen Zinspolitik der Fed

Gold hat sich zum Ende der vergangenen Woche kaum bewegt und steuert auf ein leichtes Wochenminus zu. Der Preis für das Edelmetall lag zuletzt bei 3.337,60 US-Dollar je Feinunze, was einem Rückgang von 0,5 Prozent im Wochenverlauf entspricht. Auch die US-Gold-Futures zeigten sich zurückhaltend und sanken um 0,1 Prozent auf 3.343,10 Dollar. Hauptursache für die Schwäche des Goldpreises war vor allem der feste US-Dollar in Verbindung mit stabilen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten.
Zwar gab der Dollar am Freitag gegenüber anderen Leitwährungen leicht um 0,1 Prozent nach, insgesamt legte er in der zurückliegenden Woche jedoch bereits zum zweiten Mal in Folge zu. Für Käufer außerhalb des Dollarraums wird Gold dadurch teurer, was die Nachfrage dämpft. Marktanalysten sehen in den aktuellen Wirtschaftsdaten klare Signale für eine weiterhin robuste Konjunktur in den USA. So stiegen die US-Einzelhandelsumsätze im Juni um 0,6 Prozent – nach einem Rückgang um 0,9 Prozent im Mai.
Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich stabil. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der Woche bis zum 12. Juli um 7.000 auf 221.000 und lag damit deutlich unter den Erwartungen von 235.000 Anträgen. Die positiven Zahlen stützen die vorsichtige Haltung der US-Notenbank, die bislang keine Anzeichen für eine kurzfristige geldpolitische Lockerung erkennen lässt. Dennoch erklärte Fed-Gouverneur Christopher Waller, dass er angesichts zunehmender Risiken eine Zinssenkung zum Monatsende für sinnvoll hält.
Gold, das in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als sicherer Hafen gilt, profitiert normalerweise von einem niedrigen Zinsumfeld. Doch derzeit sorgt die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve für Zurückhaltung bei vielen Anlegern. Gleichzeitig rücken Handelsfragen in den Fokus: US-Präsident Donald Trump hat seine Zollpolitik weiter ausgeweitet, was die Märkte zusätzlich belastet.
Während der Goldpreis unter Druck steht, konnten andere Edelmetalle zulegen. Platin verzeichnete einen Anstieg um 0,1 Prozent auf 1.458,80 Dollar je Unze und erreichte damit den höchsten Stand seit August 2014. Palladium legte um 1 Prozent auf 1.293,32 Dollar zu – der höchste Wert seit August 2023. Der Silberpreis blieb mit 38,13 Dollar unverändert.
