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Goldpreis sinkt leicht bei festem US-Dollar

Trump-Aussagen zu Powell beruhigen Märkte – EU setzt Gespräche über Zölle fort

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Goldpreis sinkt leicht bei festem US-Dollar

Der Goldpreis ist am Donnerstag leicht gesunken. Auslöser war ein festerer US-Dollar sowie eine Beruhigung der Märkte nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Personalie Jerome Powell. Trump hatte erklärt, es sei „höchst unwahrscheinlich“, dass er den Vorsitzenden der US-Notenbank entlassen werde. Diese Aussage sorgte für mehr Klarheit unter Anlegern, nachdem zuvor über eine mögliche Absetzung spekuliert worden war.

Der Preis für Spot-Gold fiel in der Folge um 0,2 Prozent auf 3.340,79 US-Dollar je Feinunze. Die US-Gold-Futures gaben um 0,4 Prozent auf 3.347,10 US-Dollar nach. Zeitgleich legte der Dollar-Index um 0,1 Prozent zu, was Gold für Käufer mit anderen Währungen teurer macht. Analysten führten die Kursbewegung auf die Kombination aus festerem Dollar und abnehmender Unsicherheit hinsichtlich der Führung der US-Notenbank zurück.

Trotz der Rückgänge beim Goldpreis verzeichnete der SPDR Gold Trust, der weltweit größte goldbesicherte börsengehandelte Fonds, einen Anstieg seiner Bestände um 0,33 Prozent auf 950,79 Tonnen. Am Vortag hatte der Fonds noch 947,64 Tonnen gehalten. Dies deutet auf anhaltendes Interesse von Investoren hin, obwohl der Goldpreis unter Druck stand.

Trump hatte wiederholt Kritik an Fed-Chef Powell geäußert und ihm vorgeworfen, die Zinsen nicht schnell genug zu senken. Zwar bekräftigte er am Mittwoch, dass er aktuell nicht plane, Powell zu entlassen, ließ aber durchblicken, dass er sich diese Option weiter offenhält. Damit bleibt eine gewisse Unsicherheit bestehen, auch wenn die unmittelbaren Sorgen über eine Entlassung abgenommen haben.

Neue Konjunkturdaten aus den USA zeigten, dass die Erzeugerpreise im Juni unverändert geblieben waren. Steigende Preise für importierte Waren aufgrund von Zöllen wurden dabei durch eine schwächere Entwicklung im Dienstleistungssektor ausgeglichen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Auswirkungen der Zölle auf die Wirtschaft möglicherweise geringer sind als zunächst angenommen.

In Brüssel bereitet sich die EU auf weitere Gespräche mit den USA vor. Handelskommissar Maros Sefcovic reiste dazu am Mittwoch nach Washington. Dort stehen Treffen mit dem US-Handelsminister Howard Lutnick und dem Handelsbeauftragten Jamieson Greer auf dem Programm. Im Fokus der Gespräche stehen die aktuellen Handelsstreitigkeiten und mögliche neue Zollregelungen.

Während Gold unter Druck stand, konnten andere Edelmetalle leicht zulegen. Silber verteuerte sich um 0,1 Prozent auf 37,98 US-Dollar je Feinunze, Platin stieg um 0,2 Prozent auf 1.419,67 US-Dollar. Palladium notierte leicht schwächer bei 1.230,14 US-Dollar. Die US-Börsen schlossen am Mittwoch freundlich, der Dow Jones legte rund ein halbes Prozent zu.

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